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Von der Wiese zum Gemüseacker

Und weiter geht’s: Die 2,5 ha unserer zukünftigen Gärtnereifläche sind umgebrochen! Was jetzt noch eher nach Maisacker aussieht, wird schon im nächsten Frühjahr blühen und summen und nebenbei jede Menge Gemüse abwerfen.

Für den Umbruch haben wir gnadenlos gegen unsere eigenen Prinzipien verstoßen und gepflügt.  Wir haben nämlich die Erfahrung gemacht, dass die Alternativen um Wiese in Beete umzuwandeln auch nicht bodenschonender sind. Um dasselbe Ergebnis wie beim Pflügen zu bekommen, müssten wir einige Male mit der Fräse drüber fahren und bei jedem Mal wieder Diesel verheizen, Verdichtungen im Boden erzeugen und die Bodenstruktur „zerhacken“.

Das war dann aber auch das erste und letzte Mal, dass unser Boden einen Pflug zu Gesicht bekommen hat. Sind die Beete einmal angelegt wird konsequent auf minimale Bodenbearbeitung gesetzt. Lieber füttern wir die Regenwürmer, die machen den Job nämlich genau so gut.

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https://www.youtube.com/watch?v=jxviihCUo8o

 

Wir gründen unsere eigene Gärtnerei

Das Biotop Oberland zieht um. Unsere Genossenschaft versorgt nun bald 200 Haushalte mit frischem Biogemüse direkt aus der Region. Jetzt gründen wir die erste gemeinschaftsgetragene Gärtnerei im Isartal und starten bereits im Frühjahr 2018 mit dem Gemüseanbau in Lenggries.

Auch du kannst jetzt einen Ernteanteil beziehen oder uns als Fördermitglied unterstützen: www.biotop-oberland.de/mitmachen .

Ziel des Biotops ist der Aufbau einer unabhängigen, selbstverwalteten und gemeinwohlorientierten Versorgungsstruktur im Oberland. Dafür haben wir unsere Lebensmittelversorgung selbst in die Hand genommen und als ersten Schritt eine Versorgergemeinschaft für regionales Biogemüse in Form einer Genossenschaft gebildet. Wir überwinden die Trennung von Erzeuger und Verbraucher und übernehmen gemeinsam Verantwortung. Die Genoss/Innen finanzieren mit ihrem monatlichen Beitrag die Erzeugung von Biogemüse und gekommen dafür einen wöchentlichen Ernteanteil. Mit ihrem Genossenschaftsanteil sind sie direkt am Unternehmen beteiligt und werden in wichtige Entscheidungen miteingebunden.

Für den Aufbau der Versorgergemeinschaft wurden wir bisher von zwei befreundeten Gärtnereien – der Gärtnerei Holzmann in Bad Heilbrunn/Letten und Eva‘s Paradiesgarten in Waakirchen – unterstützt. Sie haben uns kleine Teilflächen ihrer Gärtnerei zur Verfügung gestellt und wir konnten ihre Maschinen stundenweise ausleihen und Räumlichkeiten nutzen.

Doch die Genossenschaft wächst stetig. Dadurch stoßen wir langsam an die Grenzen unserer derzeitigen Standorte: unser Packraum platzt aus allen Nähten, die Kühlung wird bald zu klein sein, die Anbauflächen werden knapp und die Bewirtschaftung von 2 Standorten bringt eine aufwendige Logistik mit sich. Dazu kommen kurze Pachtlaufzeiten, die langfristige Investitionen schwierig machen.

Es wird also Zeit für den nächsten Schritt: der Aufbau unserer eigenen gemeinschaftsgetragenen Gärtnerei. Ein Ort, an dem wir voll nach unseren Prinzipien wirtschaften können. Ein Ort für unsere Gemeinschaft, den wir zusammen gestalten und an dem wir uns treffen und austauschen können.

Mitte diesen Jahres haben wir von einem Landwirt aus Lenggries ein großzügiges Angebot bekommen:

  • Verpachtung von über 2 ha Land in Lenggries / Steinbach direkt neben dem Gemeinschaftsgarten „Lenggriesa Acker“, mit einer Pachtlaufzeit über mehr als 10 Jahre. Wir haben somit die Möglichkeit in langen Zeiträumen zu planen. Das ist entscheidend für eine nachhaltige Landbewirtschaftung (z.B. Humusaufbau), Investitionsentscheidungen und den Ausbau unseres Konzeptes (z.B. Obst, Kräuter, …).
  • Eine fantastische Lage mit gemüsebaufähigem Boden, der seit Jahrzehnten biologisch bewirtschaftet wird.
  • Wir können eigene Gewächshäuser errichten und uns so auch mit Gewächshausgemüse und Spezialkulturen versorgen.
  • Bau einer Wasch- und Aufbereitungshalle, sowie eines Erdkellers durch den Landwirt und langjährige Verpachtung an das Biotop. Die Kosten für das Gebäude werden über die monatliche Miete abbezahlt.
  • Die Ortsnähe zu Lenggries kommt uns sehr entgegen, da sich der Großteil unserer Mitglieder in Lenggries und Bad Tölz befinden.

Dies ist ein großer Schritt für unsere junge Genossenschaft. Am 22.07.2017 haben wir deshalb auf unserer ersten Generalversammlung über die Gründung unserer eigenen Gärtnerei in Lenggries abgestimmt. Das Ergebnis war eindeutig: alle anwesenden Genoss/Innen haben dafür gestimmt, es gab keine Enthaltungen oder Gegenstimmen.

Auch die Gemeinde Lenggries ist dem Vorhaben gegenüber positiv gestimmt. Der Gemeinderat hat an einem Termin vor Ort einen umfassenden Überblick über unsere Pläne bekommen und uns seine Unterstützung zugesichert.

Für die Gründung werden nun rund 230.000 Euro für eigene Geräte, Maschinen und Gewächshäuser benötigt. Als Genossenschaft möchten wir unabhängig sein. Daher möchten wir die Finanzierung des Vorhabens über die Genossenschaftseinlagen unserer Mitglieder stemmen und möglichst auf Kredite von Banken verzichten. Mittlerweile haben wir bereits die Hälfte des benötigten Kapitals aufgebracht. Die Summe reicht aus um schon ab dem Frühjahr 2018 mit dem Gemüseanbau in Lenggries beginnen zu können.

Um aber eine gemeinschaftsgetragene Gärtnerei mit Vorzeigecharakter etablieren zu können, brauchen wir noch weitere Mitglieder und Unterstützer. Wer sich an dem Aufbau beteiligen möchte, kann das in Form einer Mitgliedschaft in der Biotop Oberland eG. Es gibt dafür zwei Arten der Mitgliedschaft:

  • Mitglied mit Ernteanteil: du kannst Anteile an der Genossenschaft erwerben und gegen einen monatlichen Beitrag einen wöchentlichen Ernteanteil beziehen.
  • Fördermitglied: Falls du kein Gemüse brauchst, dich aber trotzdem an der Genossenschaft beteiligen willst, kannst du Genossenschaftsanteile erwerben und somit zur Finanzierung einer eigenen Gärtnerei beitragen.

Alle Details zur Anmeldung findest du unter: www.biotop-oberland.de/mitmachen

 

Was für ein schönes Fest!

Danke für dieses schöne Sommerfest!

Das Buffet war großartig, schön dass so viele Mitglieder mit kreativen Leckereien dazu beigetragen haben. Das Wetter war uns auch mal wieder hold und so konnten wir bei Sonnenschein die entspannte Stimmung bis weit in den Abend genießen.

Ein besonderer Dank auch an alle Helfer die uns beim Aufbau unterstützt haben und natürlich an Mountain Lake Vista, die den Abend am Lagerfeuer sehr passend musikalisch gestaltet hat.

Es ist unglaublich motivierend zu sehen wie sich unsere Gemeinschaft entwickelt und von Jahr zu Jahr ein wenig größer wird. Die gegenseitige Unterstützung, sei es in Form von
Aufbauhilfe, Buffetbeiträgen oder der Spendenkasse (alle Unkosten sind
gut gedeckt) ist toll und zeigt, dass es möglich ist gemeinsam etwas Besonders zu schaffen.

Wir freuen uns bereits jetzt auf das Sommerfest 2018, das dann aber eventuell wo anders statt findet…

Danke auch an Magnus Mayer (magnus.mayer@gmx.de) für die tollen Fotos:

 

Biotop Sommerfest 2017

–Update 13.07.2017–
Die Vorbereitungen sind in vollem Gange und wir freuen uns schon!

Das Wetter ziert sich zwar noch etwas, aber das Fest findet auf jeden Fall statt. Wir haben ein paar Zelte für den Notfall, und wenns frisch wird machen wir das Lagerfeuer einfach ein bisschen größer.

Wir empfehlen festes Schuhwerk, da das Fest in einer Wiese statt findet. Pakt noch eure Musikinstrumente für eine spätere Jam Session und ein paar warme Socken ein, dann wirds auf jeden Fall gemütlich.

Es gibt auch ein Kinderprogramm. Maria und Petra werden mit den Kindern unser
Biotop Gemüse in einem speziellem Ofen zubereiten und ihnen zeigen, was sich in der Natur so alles zum Basteln findet. Es gibt dafür keinen festen Zeitplan und es kann gut neben unserem Hauptprogramm laufen.

Bis Samstag!

Wir laden euch herzlich zu unserem diesjährigen Sommerfest ein. Die gemeinschaftsgetragene Landwirtschaft zählt mittlerweile 170 Mitglieder, die wöchentlich mit von der Genossenschaft selbst erzeugtem Biogemüse versorgt werden. Wer schon immer mal wissen wollte, wie das Biotop eigentlich genau funktioniert, sich mit den Mitgliedern unterhalten will oder das Gärtnereiteam kennen lernen möchte, kann einfach mal vorbei kommen und sich informieren.

Wann: 15. Juli 2017, 15 Uhr – open End
Wo: Hofgut Letten, Letten 1, 83670 Bad Heilbrunn

Bei einer Gärtnereiführung können die sprießenden Äcker des Biotops einmal aus der Nähe begutachtet werden und Fragen zu den Sorten, der Anbauplanung, den Anbautechniken etc. gestellt werden.

Wie jedes Jahr gibt es natürlich ein üppiges Buffet mit leckeren selbstgemachten Speisen, Kuchen und Snacks von den Mitgliedern des Biotops. Ein Grill steht bereit, zu späterer Stunde wird  dann noch ein Lagerfeuer angeheizt, hier wird das Stockbrot für die Kids natürlich nicht fehlen. Auch Nicht-Mitglieder dürfen gerne etwas zu dem Buffet beitragen. Je mehr Auswahl es gibt, desto besser.

Für ein Highlight sorgen dieses Jahr die Jungs von Mountain Lake Vista. Wer sie noch nicht kennt, sollte sich das nicht entgehen lassen. Die Akustik Band aus dem Oberland sorgt mit ihrem unverkennbaren und authentischem Style für die richtige Stimmung am Lagerfeuer.

Der Eintritt ist kostenlos. Da wir keine überdachte Fläche zur Verfügung haben, findet das Fest nur bei trockenem Wetter statt.

Der zeitliche Ablauf:

  • 15:00 Uhr – Ankommen
  • 15:30 Uhr – Begrüßung durch die Vorstände Sebastian und Nick
  • 16:00 Uhr – „Was macht das Biotop“ – kurze Vorstellung des Biotops für Interessierte
  • 17:00 Uhr – Gärtnereiführung
  • Ab 19:00 Uhr – Live Act “Mountain Lake Vista” – unplugged

Hier findet ihr ein paar Eindrücke von unserem Sommerfest letztes Jahr.

Mir gfrein uns auf euch!

 

Infoabend in Penzberg

Als Genossenschaft versorgen wir uns – unabhängig und selbst verwaltet – mit Lebensmitteln, bei denen wir wissen wo sie herkommen und deren Produktion wir selbst in der Hand haben. Als ersten Schritt haben wir dafür eine solidarische- bzw. gemeinschaftsgetragene Landwirtschaft gegründet. Aktuell versorgen wir wöchentlich 130 Haushalte mit saisonalem Biogemüse aus dem Oberland.

Bis zu 40% der Ernte landen bereits oft schon beim Erzeuger im Abfall, nur weil sie optisch nicht der Vermarktungsnorm entsprechen. Das Prinzip der solidarischen Landwirtschaft ermöglicht hingegen ein ökologisch- und sozial sinnvolles Wirtschaften, ohne die auferlegten Zwänge des Marktes und der Agrarindustrie. Im Biotop finden sich auch krumme Gurken und zweibeinige Karotten. Die Gemeinschaft entscheidet, wie gewirtschaftet werden soll und was wir anbauen. Dabei sind Qualität, Sortenvielfalt und Geschmack für uns wichtig, und nicht maximale Erträge und Profit.

Zusätzlich zu unseren bestehenden Verteilstationen möchten wir diese Jahr ein neues Depot in Penzberg einrichten. Dafür laden wir gemeinsam mit dem interreligiösen Umweltteam Penzberg alle, die mehr über die Biotop Oberland e.G. erfahren oder Mitglied werden möchten, herzlich zu einem Infoabend ein:

Wann? – Mittwoch, 29. März 2017, 19:00 Uhr
Wo? – Pfarrzentrum Christkönig – Barbara Saal, Sigmundstraße 18, Penzberg

Wir freuen uns auf alle Interessierten,
das Biotop-Team

 

Es geht wieder los!

Der Frühling steht vor der Tür. Nachdem wir die Wintermonate genutzt haben, um das kommende Jahr vorzubereiten und neue Pläne zu schmieden, freuen wir uns mit unseren Genossinnen und Genossen in die neue Gemüsesaison zu starten.

Der Biotop Stammtisch hat sich mittlerweile etabliert. Jeden ersten Montag im Monat treffen wir uns an abwechselnden Orten, eine gute Möglichkeit auch für Nicht-Mitglieder, sich mit dem Biotop Team und Mitgliedern auszutauschen und zu informieren. Zusätzlich möchten wir mehr Mitgärtnertage für unsere Mitglieder anbieten und arbeiten an einer kleinen Vortrags- und Workshopreihe. Im Sommer findet dann natürlich wieder unser Hoffest in Letten statt, markiert euch schon mal den 15.07.2017 im Kalender! Es gibt ein Programm für Groß und Klein, inklusive einer Gärtnereiführung und einem leckerem Buffet. Auch für ein musikalisches Highlight werden wir sorgen! Bilder vom letzten Jahr findet ihr hier. Dieses Jahr findet dann noch die erste Generalversammlung der Biotop Oberland e.G. statt. Der genaue Termin wird in den nächsten Wochen bekannt gegeben.

Alle Termine und Details zu unseren Veranstaltungen findet ihr in unserem Biotop Kalender.

Nach dem vielen Organisieren und Planen kribbelt es uns aber auch schon zunehmend in den Fingern. Wir können es kaum erwarten, endlich auf dem Acker loszulegen. Dieses Jahr bewirtschaftet die Genossenschaft wieder eigene Flächen bei Eva’s Paradiesgarten in Waakirchen und bei der Gärtnerei Holzmann in Letten / Bad Heilbrunn. Die ersten kleinen Salate, Zwiebeln, Blumenkohl, Mangold, Kohlrabi und Fenchelpflänzchen wachsen bereits im Jungpflanzenhaus heran und werden in den nächsten Wochen auf dem Acker eingepflanzt. Nachdem sie sich letztes sehr bewährt haben, setzen wir auch diese Saison im Freilandanbau ausschließlich auf samenfeste Sorten. Die detaillierte Anbauplanung veröffentlichen wir  für unsere Mitglieder im internen Mitgliederbereich auf unserer Website.

Liebe Grüße,
das Team vom Biotop


Das Biotop-Jahr im Rückblick

Pünktlich zum Jahresende möchten wir einen kleinen Rückblick auf die vergangene Saison werfen. Aus gärtnerischer Sicht war das Jahr, trotz des vielen Regens ein Gutes. Die Ernteanteile waren meist gut befüllt und wir konnten durchwegs tolles Gemüse ernten.

Leckere Sorten

Insgesamt haben wir fast 150 verschiedene Sorten angebaut und auf Hybrid-Sorten verzichtet. Diese Entscheidung haben wir nicht bereut, denn die verwendeten samenfesten Sorten haben sich – bis auf ganz wenige Ausnahmen – als durchaus ertragsstark und vor allem sehr geschmackvoll herausgestellt.

Weniger Verschwendung

Besonders schön ist auch die Tatsache, dass wir unseren „Abfall“, also das, was auf dem Kompost landet, durch die gemeinschaftsgetragene Landwirtschaft praktisch auf null reduzieren können. Im gesamten Jahr haben wir so ca. 25 Tonnen Frischgemüse geerntet und in Form der Ernteanteile ausgeliefert.

Wenn man bedenkt, dass in vermarktenden Gärtnereien knapp 30% der Ernte auf dem Acker verbleibt oder direkt vernichtet wird, entspricht das einer „geretteten“ Gemüsemenge von 7,5 Tonnen. Um sich die Menge besser vorstellen zu können: Das sind fast 50 volle Bio-Abfalltonnen.

Was wir auch schon mal erwähnt haben, aber gerne öfters wiederholen, weil die Zahl doch beeindruckend ist: Durch den Verzicht auf jegliche Plastikverpackungen konnten wir bisher rund 18 000 Plastiktüten einsparen.

Mitglieder

Unsere Mitgliederzahl hat sich ebenfalls sehr erfreulich entwickelt und wir können das Jahr mit fast 130 Mitgliedshaushalten abschließen. Das ist aber noch lange kein Grund uns zurückzulehnen, denn um die fairen Löhne zahlen zu können, von denen wir so gerne reden, muss diese Zahl noch um einiges steigen.

Unser Team – bzw. wer erledigt eigentlich die ganze Arbeit?

Katerina

Unsere „Pack- und Logistik“-Chefin ist dafür zuständig, dass sämtliches Gemüse zunächst seinen Weg in die Kisten findet und diese dann All-freitaglich in unsere neun Verteilstationen geliefert werden. Außerdem hilft sie während der Saison fast in Vollzeit auf dem Acker mit und hat in den letzten Jahren so ihre Gärtner-Leidenschaft entdeckt.

Julia

Mit ihr haben unsere Mitglieder wahrscheinlich den regsten E-Mail Kontakt, denn bei ihr laufen jede Woche alle Joker-Anmeldungen, Problemchen und Wünsche zusammen. Außerdem verwaltet sie sämtliche Neuanmeldungen, kümmert sich um die Buchhaltung und den Kontakt zum Steuerbüro. Das Ganze macht sie noch ehrenamtlich in ihrer Freizeit (bzw. Abends und Sonntags), wobei der Umfang die Grenzen des ehrenamtlichen langsam sprengt.

Constanze

Macht seit Mitte des Jahres ein Praktikum bei uns und hat in dieser Zeit so ein großes Interesse am Gärtnern entwickelt, dass sie im kommenden Jahr gerne eine Ausbildung bei uns beginnen möchte. Um das zu ermöglichen, müssen wir aber als Ausbildungs-Betrieb anerkannt sein. Dieser Anerkennungsprozess findet gerade statt und das zuständige Amt hat uns auch schon ein positives Ergebnis in Aussicht gestellt.

Matze

Hat vor kurzem Nachwuchs bekommen und findet hauptsächlich Zeit uns bei der Organisation von Hoffesten, Stammtischen und sonstigen außergewöhnlichen Ereignissen unter die Arme zu greifen. Und er muss springen, wenn das Packteam Notstand hat.

Nick

Einer der beiden Vorstände der Genossenschaft. Eigentlich ist er selbständiger Projektmanager, verbringt aber mittlerweile mehr Zeit auf dem Acker, als er sich wohl noch vor zwei Jahren hat vorstellen können. Außerdem hält er den Kontakt zum Genossenschaftsverband und kümmert sich um alle Formalitäten, welche die Rechtsform der Genossenschaft so mit sich bringt.

Sebastian

Ebenfalls Genossenschaftsvorstand und der hauptverantwortliche Gärtner des Biotops. Durch das wöchentliche Schreiben des Wochenbladdls mittlerweile auch ambitionierter Amateur-Autor.

Er kümmert sich um die Anbauplanung und versucht dabei alle Mitgliederwünsche zu berücksichtigen. Das funktioniert nicht immer (Bananen und Ananas sind in unserer Klimazone einfach schwierig), aber im Großen und Ganzen haben wir doch das Gefühl den Geschmack unserer Mitglieder ganz gut zu treffen.

Wie geht’s weiter?

Außer Sebastian bekommt derzeit noch keiner aus dem Team ein festes Gehalt. Wir konnten uns jetzt zum Jahresende zwar ein kleines Weihnachtsgeld auszahlen, der Rest ist aber in Werkzeuge und Ausstattung geflossen, die wir dringend benötigen.

Wenn sich unsere Mitgliederzahlen so weiter entwickeln, wie sie das im letzten Jahr getan haben, können wir wahrscheinlich im kommenden Jahr damit anfangen uns zunächst auf Minijobbasis auszuzahlen. Diese Minijobs möchten wir dann Stück für Stück in sozialversicherungspflichtige Anstellungsverhältnisse umwandeln.

Wir rechnen noch mit etwa 1-2 Jahren, bis wir dieses Ziel erreichen und dann auch selber die viel gepriesenen fairen Löhne erhalten.

Wir freuen uns auf das kommende Jahr und wünschen an guad’n Rutsch!


Update vom Acker

Endlich kommen wir mal wieder dazu, ein kleines Update von unserer täglichen Arbeit zu posten.

Nachdem wir so gut wie alle Pflanzungen abgeschlossen haben, wächst und gedeiht unser Gemüse in Waakirchen und Letten prächtig. Die letzten Wochen waren wir damit beschäftigt, das Beikraut in Zaum zu halten und haben fleißig gehackt und gejätet, was an schönen Tagen dann schon mal zur Qual werden konnte. Aber die Mühen haben sich gelohnt. Wir freuen uns jeden Tag aufs Neue, wie gut das Gemüse aussieht und welche Mengen wir von unseren noch kleinen Flächen ernten können. Mit uns freuen sich natürlich unsere Mitglieder, welche momentan wöchentlich einen gut gefüllten und abwechslungsreichen Ernteanteil mit frischem Gemüse direkt aus dem Oberland bekommen.

Die nächsten Wochen stehen nun noch vereinzelt kleine Sätze für die Herbsternte an, wie z.B. Radicchio, Grünkohl, Chinakohl und einige Salate. Die stressige Phase haben wir dieses Jahr somit gut hinter uns gebracht. Ab jetzt geht es etwas ruhiger weiter, bis dann ab Oktober die großen Lagersätze geerntet und eingelagert werden können.

Hier gibt es Eindrücke vom Acker:

Für uns ist dieses Jahr besonders spannend, denn wir bauen zum ersten Mal sämtliches Freilandgemüse selber an. Auf Flächen welche wir als Biotop-Genossenschaft von der Gärtnerei Holzmann am Hofgut Letten und von Eva Vogel in Waakirchen pachten.

Besonders freut uns, dass wir unsere Entscheidung, auschließlich samenfeste Sorten (also keine F1-Hybriden) anzubauen, bisher nicht bereuen mussten. Ganz im Gegenteil: Wir haben unglaublich wenig Ausfälle bei den Salaten und auch die anderen Kulturen stehen sehr gut auf dem Acker, vom tollen Geschmack vieler Sorten ganz zu schweigen 🙂

So war unser Biotop Sommerfest

Was für ein schönes Fest! Bei trockenem Wetter und ab Nachmittag sogar bei Sonnenschein, konnten wir am vergangenen Samstag unser Sommerfest am Hofgut Letten abhalten.

Vielen lieben Dank an alle die da waren und zur wirklich sehr entspannten und freundlichen Atmosphäre beigetragen haben. Das Buffet war dank zahlreicher leckerer Mitbringsel reich bestückt und der Grill wurde mit frischem Biotop-Gemüse direkt vom Acker belegt.

Die Gärtnereiführung von Michi Holzmann hat ausführliche Einblicke in die Gärtnerei geliefert. Danach hat Aki Schwarzenberger unsere Besucher in die Geheimnisse der regionalen Kräuter eingeweiht.

Besonders gefreut hat uns auch, dass so viele Kinder dabei waren, die mit höchster Aufmerksamkeit das Indianerritual von Felix Levantin gestaltet und uns bis in den späten Abend mit Stockbrot vom Lagerfeuer versorgt haben. Als Höhepunkt hat dann auch noch unsere „Lamamist-Lieferantin“ Tina, von der Lama-Ranch in Wackersberg, spontan mit Ihren Tieren vorbeigeschaut.

Hier findet ihr ein paar Eindrücke:

Wir freuen uns jetzt schon aufs nächste Mal!

Wir haben noch Plätze frei!

Das Biotop wächst und gedeiht. Aktuell besteht unsere Genossenschaft aus 100 Haushalten, wovon 90 einen wöchentlichen Ernteanteil beziehen. Die restlichen Personen sind reine Fördermitglieder ohne Ernteanteil, welche aber unser Konzept ideell und finanziell unterstützen. Die Idee unserer Genossenschaft – uns selbst mit regionalen und biologischen Lebensmitteln zu versorgen, bei denen wir wissen wo sie herkommen und wie sie erzeugt wurden – stößt also offensichtlich auch hier im Oberland auf Interesse, was uns natürlich sehr freut.

Damit sich die Genossenschaft langfristig finanziell trägt, benötigen wir allerdings eine Mitgliederzahl von mindestens 150 Haushalten. Unser Ziel ist es, diese bis zum Jahresende zu erreichen. Ab 150 Haushalten ist es möglich, alle Teammitglieder für ihre Arbeit im Biotop auch zu entlohnen. Seit diesem Monat ist nur Sebastian über die Genossenschaft fest angestellt. Alle anderen Teammitglieder (Katerina, Julia, Nick und Matze) arbeiten noch ehrenamtlich und bekommen lediglich eine Aufwandsentschädigung.

Neben der Versorgung mit regionalen und saisonalen Lebensmitteln ist aber auch die faire Entlohnung der Mitarbeiter, welche die Erzeugung dieser Lebensmittel erst ermöglichen, eines unserer definierten Ziele.

Wir können und wollen also in dieser Saison noch mindestens 50 Haushalte aufnehmen!

Interessenten, welche in der Nähe einer aktuellen Verteilstation wohnen, können derzeit sofort beitreten. Darüber hinaus möchten wir auch unser Netz von Verteilstationen ausweiten. Dies ist aber erst ab einer größeren Anzahl von Interessenten in einem Gebiet sinnvoll.

Wir suchen dringend nach einer Verteilstation im Umkreis Jahnschule-Gymnasium-Bahnhof. Da sich unsere Kisten gut stapeln lassen, benötigen wir nicht viel Platz. Es sollte sich lediglich um ein sauberes, kühles und witterungsgeschütztes Plätzchen handeln, welches an Freitagen und Samstagen frei zugänglich ist.

Wir freuen uns über jegliche Hinweise und Ideen. Wie immer an info@biotop-oberland.de.

 

Wir haben Geburtstag.

Das Biotop wird nämlich 1 Jahr alt/jung!

Vor fast genau einem Jahr, um genau zu sein Ende April letzten Jahres, haben wir unsere aller ersten Ernteanteile ausgeliefert. Dem ging natürlich eine längere Planungsphase voraus: Bereits Ende 2014 hat sich das derzeitige Team, bestehend aus Katerina, Julia, Matze, Nick und Sebastian gebildet und damit begonnen die Idee des Biotops in die Realität umzusetzen.

Besonders spannend war für uns der erste Infoabend im März 2015, denn bis dahin konnten wir überhaupt nicht einschätzen, ob unsere Idee hier im Oberland auch auf Interesse stößt, oder ob wir an einem Luftschloss basteln. Der volle Gewölbekeller des Gasthauses mit fast 120 anwesenden Personen hat uns dann aber deutlich darin bestätigt, dass nicht nur wir der Meinung sind, dass sich an unseren Versorgungsstrukturen etwas ändern muss.

Im letzten Jahr nahm dann die Gründung der Genossenschaft viel Zeit und Energie in Anspruch. Auch die Organisation im Hintergrund, die Verwaltung von fast 100 Mitgliedern, steuerliche Aspekte und natürlich der erste eigene Gemüseanbau waren eine ganz schöne Herausforderung. Die Belastung war manchmal doch sehr groß, denn wir hatten ja – neben dem Biotop – alle noch einen anderen „Brotverdienst“. Das durchweg positive Feedback von allen Seiten war aber Motivation genug, weiter zu machen!

An dieser Stelle wollen wir auch den Inhabern unserer Verteilstationen einen großen Dank aussprechen. Ohne diese tolle (und kostenlose) Unterstützung wäre das Biotop in jetziger Form nicht möglich. Vielen Dank an das Reformhaus Lenggries, Biodelikat Bad Tölz, Regina’s Backhäusl, das Kloster Tutzing, die Gärtnerei Holzmann, den Kiga Arche Noah und die privaten Inhaber der Verteilstation Girlitzer Weiher!

Derzeit versorgen wir wöchentlich etwa 100 Haushalte mit frischem, saisonalem und regionalem Bio-Gemüse. Und wenn wir unser Ziel erreichen, bis zum Jahresende aus 150 Genossenschaftsmitgliedern zu bestehen, stehen wir endlich auch finanziell auf stabilen Beinen.

Wir blicken auf jeden Fall hochmotiviert und voller neuer Ideen in die Zukunft und sind gespannt, was sich aus der Idee Biotop noch entwickeln wird.

 

Der Frühling ist da!

Seit einigen Wochen können wir nach intensiver Planungen in den Wintermonaten  endlich wieder draußen arbeiten.

Anfang März ist mal ein ordentlicher Frühjahrsputz angestanden. Wir haben alles für die Saison vorbereitet und ein paar Reparaturarbeiten erledigt.

Aber auch auf dem Acker hat sich was getan. In den ersten Märzwochen haben wir schon jede Menge Lamamist von der Lamaranch ausgebracht und unsere Äcker vorbereitet. Dabei benutzen wir keinen Pflug, sondern arbeiten ausschließlich mit einem sogenannten Grubber.

Außerdem wurden die ersten Aussaaten (Paprikas, Zwiebeln, Steckzwiebeln und Rote Beete) vorbereitet.

Die warmen Temperaturen Ende März und der gut abgetrocknete Boden haben es uns dann ermöglicht voll loszulegen. Wir haben an unserem Standort in Waakirchen bereits Fenchel, Mairüben und jede Menge Steckzwiebeln gepflanzt. Nächste Woche folgen dann Kartoffeln und die ersten Sätze Spitzkohl.