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Obstbäume fürs Biotop

Eine hohe Biodiversität auf dem Biotop-Acker ist uns wichtig. Wir möchten eine bunte Gärtnerei mit einer möglichst hohen Vielfalt an Gemüse und einer lebendigen Flora und Fauna drumherum. Das das ist eines der wichtigsten Ziele der Biotop Oberland eG – eine Landwirtschaft im Einklang mit natürlichen Kreisläufen und einem gesunden Ökosystem.

Dafür haben wir zum Beispiel bereits einige Blühstreifen in der Gärtnerei angelegt. Und sie sind schon von jeder Menge Nützlingen bezogen worden! Dort herrscht mittlerweile eine große Vielfalt an Vögeln, Wildbienen, Schmetterlingen, Marienkäfern und Eidechsen. Sogar Wiesel haben wir gesichtet!

Vergangenen Samstag haben wir die Biodiversität noch weiter ausgebaut. 15 Obstbäume wurden gemeinsam mit unseren Mitgliedern gepflanzt. Finanziert wurden die Bäume über Patenschaften.

Jetzt haben wir eine bunte Mischung auf dem Acker: von Apfel-, Zwetschgen-, und Birnenbäumen bis hin zu einem Walnussbaum. Die Sorten wurden dabei so gewählt, dass nicht der Ertrag im Vordergrund steht, sondern die Vielfalt. Bis auf die Apfelsorte „Topaz“ ist die Auswahl somit auch nur auf alte Sorten gefallen. Sie tragen spannende Namen wie: „Köstliche von Charneux“, „Geflammter Kardinal“ oder „Roter Bellefleur“.

In den Ertrag kommen die Bäume nach 2-4 Jahren. Das Obst soll dann allen zur Verfügung stehen und ist für die Selbsternte für Paten und Mitglieder gedacht. Für die Ernteanteile wird es wahrscheinlich nicht reichen. Das macht aber auch nichts. Denn die Bäume sollen Nistplätze und wertvolle Rückzugsmöglichkeiten für Vögel und Insekten bieten. So möchten wir dem Vogel-und Insektensterben aktiv entgegenwirken, und einen kleinen Vorteil hat es auch für uns: Wir haben ein paar Helfer mehr beim Kampf gegen diverse Gemüse-Schädlinge.

Im Frühjahr werden dann noch einige Wildsträucher folgen, die wir wieder in einer gemeinsamen Aktion pflanzen möchten.

Biotop Sommerfest

Alle Biotopler, Verwandte, Freunde, Interessenten und Neugierige sind herzlich zu unserem Sommerfest eingeladen. Wir machen uns wieder einen schönen Tag in der Gärtnerei mit leckerem Essen, Live-Musik und tollen Aktionen vor Ort. 

Wann:  29. Juni 2019, 14 Uhr – open End
Wo:      Biotop Gärtnerei, Lenggries/Steinbach

Das Programm

Bei einer Gärtnereiführung kann der sprießende Acker des Biotops aus der Nähe begutachtet und Fragen zu den Sorten, der Anbauplanung, den Anbautechniken etc. gestellt werden.

Es wird ein üppiges Buffet mit selbstgemachten Speisen, Kuchen und Snacks von den Mitgliedern des Biotops geben. Auch Nicht-Mitglieder dürfen gerne etwas zu dem Buffet beitragen. Je mehr Auswahl es gibt, desto besser. Ein Grill steht bereit, hier kann Selbstmitgebrachtes zubereitet werden.

Für ein Kinderprogramm ist dieses Jahr selbstverständlich auch wieder gesorgt. 

In den Abendstunden sorgt die Akustik-Band „Mountain Lake Vista“ aus dem Oberland mit ihrem unverkennbaren und authentischem Style für die richtige Stimmung am Lagerfeuer.

Die Anfahrt

Wie ihr zur Gärtnerei kommt, findet ihr hier: https://biotop-oberland.de/anfahrt/

Wichtig: bitte beachtet, dass eine direkte Zufahrt mit dem Auto zur Gärtnerei nicht möglich ist und wir vor Ort nur sehr wenige Parkplätze haben. Am besten kommt ihr zu Fuß oder mit dem Radl. Wer mit dem Zug kommt: die Haltestelle Obergrieß ist ca. 20 Gehminuten von der Gärtnerei entfernt. Falls ihr mit dem Auto anreist, achtet bitte auf die Schilder, wo ihr parken könnt.  

Ausweichtermin

Ausweichtermin bei schlechtem Wetter ist eine Woche später am 06.07.2019. Falls das Fest verschoben wird, informieren wir euch über das Wochenbladdl und unsere Website.

Führungen durchs Biotop

Bis zu 50 verschiedene Gemüsekulturen und 150 Sorten wachsen auf rund 2 ha im Freiland Acker und in den 3 ungeheizten Gewächshäusern des Biotops. Und das am Rande der Alpen in einem Gebiet, wo Gemüseanbau – zumindest für den Markt – nicht mehr attraktiv ist. 

Dennoch lohnt sich der Anbau für uns. Denn das Biotop Oberland ist nach dem Prinzip der solidarischen, oder gemeinschaftsgetragenen Landwirtschaft aufgebaut. Wir bauen für eine feste Gemeinschaft von Abnehmern – unsere Mitglieder – an.  Diese finanzieren die Gesamtkosten der Gärtnerei in Form eines Monatsbeitrags. Dafür wird die gesamte Ernte das ganze Jahr über wöchentlich unter den Mitgliedern aufgeteilt. Wir müssen das Gemüse nicht für Dumpingpreise am Markt verkaufen und haben keine Überschüsse. Wir können wieder mehr Wert auf Geschmack und Vielfalt legen und teilen uns das Risiko eines Ernteausfalls.

Neben dem pestizidfreien Gemüseanbau legen wir besonders Wert auf die Förderung der Arten- und Nützlingsvielfalt auf unserer Fläche, den Erhalt und Aufbau der Bodenfruchtbarkeit und kümmern uns um den Aufbau der Humusschicht.

Wie das alles genau aussieht und funktioniert kann am besten aus der Nähe betrachtet werden. Deswegen laden wir Interessierte herzlich zu einer unserer spannenden  Gärtnereiführungen ein:

  • 05.06.2019 – 17 Uhr
  • 20.07.2019 – 10 Uhr
  • 31.07.2019 – 17 Uhr
  • 28.08.2019 – 10 Uhr (Führung speziell für Kinder)

Für Mitglieder des Biotops st die Führung kostenlos,  für Interessenten verlangen wir einen Unkostenbeitrag in Höhe von 10,- Euro. Anmeldungen bitte an info@biotop-oberland.de .

Guads Gmias aus dem Isartal

Wir haben es uns zum Ziel gesetzt, unsere Mitglieder nachhaltig und solidarisch organisiert mit regional angebautem Gemüse im Raum Bad Tölz / Wolfratshausen zu versorgen. Ohne Pestizide, ohne Plastik, ohne langen Transport.

Im Frühjahr 2018 haben wir dafür die erste gemeinschaftsgetragene Gärtnerei im Isartal gegründet.  Auf 2,5 HA und in 3 Gewächshäusern werden bis zu 150 verschiedene Gemüsesorten in Lenggries angebaut. Die Ernte wird wöchentlich unter unseren Mitgliedern aufgeteilt und kann in Verteilstationen im Landkreis abgeholt werden. Rund 300 Haushalte versorgen wir mittlerweile das ganze Jahr über mit frischem Gemüse.

Am 06.04.2019 sind alle Interessierte zu einer kostenlosen Führung durch die Gärtnerei in Lenggries eingeladen. Wir zeigen, was das Besondere an dem Konzept der gemeinschaftsgetragenen Landwirtschaft ist, wie gut nachhaltiger Gemüseanbau am Rande der Alpen funktionieren kann, und gehen der Frage nach, was das alles mit dem Klimawandel zu tun hat.

Start ist um 10:00 Uhr am Betriebsgebäude der Gärtnerei (Steinbach 8c, 83661 Lenggries). Es gibt begrenzte Parkmöglichkeiten. Die Veranstaltung findet nur bei schönem Wetter statt. Eine Absage der Veranstaltung wird über unsere Website kommuniziert.

Die Veranstaltung findet im Rahmen des Klimafrühlings Oberland 2019 statt. Mehr Infos unter http://www.xn--klimafrhling-jlb.com/ .

Infoabend in Lenggries

Als Genossenschaft versorgen wir uns – unabhängig und selbstverwaltet – mit Lebensmitteln, bei denen wir wissen wo sie herkommen und deren Produktion wir selbst in der Hand haben.

Im Frühjahr 2018 haben wir dafür die erste gemeinschaftsgetragene Gärtnerei im Isartal gegründet.  Auf 2,5 HA und in 3 Gewächshäusern bauen wir bis zu 150 verschiedene Gemüsesorten an. Die Ernte wird wöchentlich unter unseren Mitgliedern aufgeteilt und kann in Verteilstationen im Landkreis abgeholt werden. Rund 300 Haushalte werden mittlerweile das ganze Jahr über mit frischem Gemüse aus Lenggries versorgt.

Aber was ist das Besondere an dem Konzept? Ein kleines Beispiel: in einer Gärtnerei landen bereits bis zu 40% der Ernte schon im Abfall, nur weil sie optisch nicht der Vermarktungsnorm der Supermärkte entsprechen. Das Prinzip der solidarischen Landwirtschaft ermöglicht hingegen ein ökologisch- und sozial sinnvolles Wirtschaften, ohne die auferlegten Zwänge des Marktes und der Agrarindustrie. Im Biotop finden sich auch krumme Gurken und zweibeinige Karotten.

Im Biotop entscheidet die Gemeinschaft, wie gewirtschaftet werden soll und was angebaut wird.  Dabei sind Qualität, Sortenvielfalt und Geschmack für uns wichtig, und nicht maximale Erträge und Profit.

Wer mehr über das Biotop erfahren möchte oder Interesse an einer Mitgliedschaft hat, ist herzlich zu unserem ersten Infoabend in Lenggries eingeladen.

Wann? – Dienstag, 26. Februar 2019, 19:00 Uhr
Wo? – Lahnerstubn Lenggries, Gilgenhöfe 4, 83661 Lenggries

Die Lahnerstubn öffnet extra für uns. Es gibt Getränke und Snacks für den kleinen Hunger.

Wir freuen uns auf alle Interessierten,
das Biotop-Team.

Gemüsegärtner (w/m) gesucht

Wir suchen ab April 2019 einen engagierten Gemüsegärtner (m/w) in Teilzeit (etwa 30 Std./Woche). Die Stelle ist zunächst befristet, mit Option auf Verlängerung. Wir bauen ein breites Sortiment an Gemüse an. Dich erwartet ein vielfältiges und abwechslungsreiches Arbeitsumfeld, das unter anderem folgende Aufgaben umfasst:

  • Verantwortung über den Gewächshausanbau
  • Bodenbearbeitung, Saat-/Pflanzbeetbereitung, Düngung, Sä- und Pflanzarbeiten, Hack- und Pflegearbeiten im Freiland und Gewächshaus
  • Ernte- und Aufbereitung
  • Planung der Ernteanteile
  • Anleitung unserer Mitarbeiter/innen, Praktikanten und genossenschaftlichen Helfer/innen
  • Durchführung von Mitgärtnertagen

Wir bieten:

  • Gestaltungsspielraum für das Einbringen eigener Ideen
  • Zusammenarbeit in einem kleinen und motiviertem Gärtnerei-Team
  • Einen traumhaft gelegenen Arbeitsplatz
  • Unterstützung bei der Wohnungssuche

Wir wünschen uns:

  • abgeschlossene Ausbildung als Gärtner/in oder Gärtnermeister, idealerweise mit Berufserfahrung, vor allem aber jemanden, der Bioanbau aus Leidenschaft macht
  • Fähigkeit zum eigenverantwortlichen und selbstständigen Planen und Arbeiten
  • Bereitschaft zur Anpassung an saisonale Arbeitszeiten
  • Besitz Führerschein Klasse B, sowie Erfahrung im Umgang mit gärtnerischen Maschinen

Wenn Du Interesse an dieser Tätigkeit hast, schicke uns deine Bewerbung (bitte ausschließlich per Mail) an info@biotop-oberland.de .

Wir freuen uns auf deine Bewerbung. Ansprechpartner: Sebastian Girmann

Was für ein Jahr!

Das wohl aufregendste Jahr, das wir seit unserer Gründung vor gut 3,5 Jahren erlebt haben, geht zu Ende. Wir haben es geschafft unsere eigene Gärtnerei in Lenggries zu errichten! Die Finanzierung wurde dabei komplett über die Genossenschaftsanteile unserer Mitglieder gestemmt. Und der Standort hat sich bewährt. Das ganze Jahr über waren die Erntemengen ungewöhnlich hoch und das Gemüse qualitativ hochwertig.

Neben natürlichem Gemüse aus dem Isartal ermöglicht uns die Gärtnerei aber auch die konsequente Umsetzung unserer Grundwerte, Ziele und Vorstellungen.

Das haben wir erreicht

Mehr Geschmack

Es wurden 50 verschiedene Kulturen bzw. 150 Sorten angebaut, 90% davon samenfest. Insgesamt haben wir etwa 40 Tonnen frisches Gemüse geerntet. 

Weniger Lebensmittelverschwendung

Bei uns zählen Qualität und Geschmack statt sinnlose Marktnormen. Ob krumm, dick, dünn, klein oder groß – alles kommt in die Kiste. So konnten wir 2018 rund 12 Tonnen Gemüse „retten“ welches bei einer vermarktenden Gärtnerei im Müll gelandet wäre. Das entspricht über 80 Bio-Abfalltonnen!

Kein Plastikmüll

Unsere Ernteanteile werden ohne Plastikverpackungen ausgeliefert. Verglichen mit gewöhnlichen Biolieferdiensten haben wir so rund 37.000 (!) Plastiktüten eingespart. 

Aktiver Beitrag zu intakten Ökosystemen

Mit Blühstreifen auf dem Biotop Acker wurden Nährgrundlagen und Rückzugsorte für Nützlinge geschaffen. Neben unzähligen Marienkäfern, Schlupfwespen und Kleinvögeln haben sich sogar schon Eidechsen, Frösche und Wiesel angesiedelt. 

Weniger CO2

300 Haushalte werden in einem Umkreis von 35 KM mit unserem Gemüse versorgt. 2018 wurden 12.000 Ernteanteile ausgeliefert. Durch maximal kurze Transport- und Lieferwege, sowie durch den nachhaltigen Anbau haben wir erhebliche Mengen CO² eingespart. 

Bessere Löhne

Das Biotop beschäftigt mittlerweile drei festangestellte Mitarbeiter und drei 450 Euro Kräfte. Dank steigender Mitgliederzahlen und einer höheren Selbstversorgungsquote durch unsere eigene Gärtnerei konnten wir die Löhne dieses Jahr anheben. Das Lohnniveau für unsere Gärtner liegt mittlerweile deutlich über dem Tariflohn.

Mitglied werden

Wir freuen uns über weitere Mitglieder und Unterstützer. Im Biotop gibt es zwei Arten der Mitgliedschaft:

  • Mitglied mit Ernteanteil: Ihr könnt Anteile an der Genossenschaft erwerben und gegen einen monatlichen Beitrag einen wöchentlichen Ernteanteil beziehen.
  • Fördermitglied: Falls Ihr kein Gemüse braucht, euch aber trotzdem an der Genossenschaft beteiligen wollt, könnt Ihr Genossenschaftsanteile erwerben und somit zur weiteren Finanzierung unserer Gärtnerei beitragen.

Jetzt Mitglied werden

Es ist Herbst!

Es ist Herbst im Isartal. Und bald ist die erste Saison in unserer eigenen Gärtnerei in Lenggries vorüber. Zeit für ein erstes Fazit: der Standort hat sich sehr bewährt und auch unsere Anbausysteme sorgen bereits jetzt schon für eine erhöhte Biodiversität auf dem Acker.

Der Standort bewährt sich

Rund 150 verschiedene Gemüsesorten wachsen prächtig auf unseren neuen Flächen. Das zeigt sich vor allem an der Qualität und den ungewöhnlich hohen Erntemengen. Mit dafür verantwortlich waren sicherlich die warmen Temperaturen im Frühjahr und Sommer, aber auch der hervorragende Boden hier in Lenggries/Steinbach.

Starke Unwetterereignisse haben das Isartal glücklicher Weise nicht so schwer getroffen und keine gravierenden Schäden in der Gärtnerei hinterlassen. Und auch die Trockenheit ist nicht so schlimm ausgefallen, wie in anderen Regionen, da es hier zumindest ab und zu ein wenig geregnet hat. Zudem speichert der mittelschwere, lehmhaltige Boden das Wasser gut.

Für den Winter sind wir dank der üppigen Ernte gut gerüstet. Der Erdkeller ist mit Kürbissen, Karotten, Sellerie, Roten und Gelben Beten, Pastinaken und diversen Kohlarten prall gefüllt. In den Gewächshäusern werden jetzt Winterkulturen wie Spinat, Pak Choi, Asiasalat und diverse Wintersalate angebaut. Zudem gibt es für die Ernteanteile kleine Schmankerl, wie selbstgemachtes Biotop Sugo und Honig. Es gibt also nicht nur Kohl in den Wintermonaten, wie manch einer bei einer rein regionalen und saisonalen Gemüseversorgung befürchtet.

Die Biodiversität nimmt zu

Besonders freut uns, dass bereits nach kurzer Zeit durch unser Anbausystem die Biodiversität auf den Flächen zugenommen hat. In den angelegten Blühstreifen tummeln sich schon im ersten Jahr erstaunlich viele Insekten, Wildbienen, Vögel und sogar Wiesel und Eidechsen. Sie helfen uns unter Anderem Schädlinge im Zaum zu halten. Auch das Bodenleben wird mit schonender und flachgründiger Bodenbearbeitung, sowie mit der Ausbringung von Mulch gefördert.

Weitere Infos

Aktuelle Bilder aus der Gärtnerei:

Und hier noch ein schöner Zeitungsartikel über das Biotop.

 

Einladung zum Biotop Sommerfest

Wir freuen uns mit den Biotoplern, Freunden, Unterstützern und Interessierten das erste Sommerfest in unserer eigenen Gärtnerei in Lenggries zu feiern. Es wird wieder ein gemütlicher Nachmittag mit leckerem Buffet, Live Musik und griabiger Atmosphäre.

Wann:  14. Juli 2018, 15 Uhr – open End
Wo:      Biotop Gärtnerei, Lenggries/Steinbach

Das Programm

15:00 Uhr – Ankommen
15:30 Uhr – „Was macht das Biotop“ – kurze Vorstellung des Biotops für Interessierte
16:30 Uhr – Gärtnereiführung
Ab 19:00 Uhr – Live Act “Mountain Lake Vista” – unplugged

Bei einer Gärtnereiführung können die sprießenden Äcker des Biotops aus der Nähe begutachtet werden und Fragen zu den Sorten, der Anbauplanung, den Anbautechniken etc. gestellt werden.

Wie jedes Jahr gibt es ein üppiges Buffet mit leckeren selbstgemachten Speisen, Kuchen und Snacks von den Mitgliedern des Biotops. Auch Nicht-Mitglieder dürfen gerne etwas zu dem Buffet beitragen. Je mehr Auswahl es gibt, desto besser. Ein Grill steht bereit, hier kann selbst Mitgebrachtes zubereitet werden. Zu späterer Stunde wird  das Lagerfeuer angeheizt.

In den Abendstunden sorgt die Akustik Band „Mountain Lake Vista“ aus dem Oberland mit ihrem unverkennbaren und authentischem Style für die richtige Stimmung am Lagerfeuer.

Das Kinderprogramm bietet von einer Waldwanderung und Naturbastelein bis hin zum Feuermachen und Bogenschießen etwas für alle Altersgruppen.

Der Eintritt ist kostenlos. Das Fest findet nur bei trockenem Wetter statt, Ausweichtermin ist der 21.07.2018.

Die Anfahrt

Wie ihr zur Gärtnerei kommt, findet ihr hier: https://biotop-oberland.de/anfahrt/

Wichtig: bitte beachtet, dass eine direkte Zufahrt mit dem Auto zur Gärtnerei nicht möglich ist und wir vor Ort nur sehr wenige Parkplätze haben. Den Lenggriesern empfehlen wir am besten zu Fuß oder mit dem Radl zu kommen. Man kann auch mit dem Zug kommen, die Haltestelle Obergrieß ist ca. 20 Gehminuten von der Gärtnerei entfernt. Falls ihr mit dem Auto anreist, haben wir in der Steinbachstraße einen Parkplatzeinweiser, der euch sagen wird wo ihr parken könnt. Selbstgemachtes für das Buffet kann hier auch abgegeben werden und wir bringen es dann zum Stadl.

 

Unsere Gärtnerei steht!

Wir haben die erste gemeinschaftsgetragene Gärtnerei im Isartal erfolgreich aufgebaut! In knapp einem halben Jahr konnten wir eine eigene Gärtnerei in Lenggries ohne Fremdfinanzierung errichteten. Über 150 Sorten sprießen jetzt auf 2,5 HA Freilandanbau. Neben der gesamten Grundausstattung haben wir 3 moderne Gewächshäuser gekauft, aufgebaut und bereits bepflanzt. Jetzt gibt es auch Gurken und Tomaten aus Lenggries. Für die Aufbereitung und Lagerung des Gemüses steht uns zusätzlich ein neu errichtetes Betriebsgebäude mit einem 100qm großen Erdkeller zur Verfügung.

Das Ziel der Biotop Oberland eG ist der Aufbau einer unabhängigen, selbstverwalteten und gemeinwohlorientierten Versorgungsstruktur im Oberland. Wir möchten unsere Lebensmittelversorgung selbst in die Hand nehmen. Dafür haben wir mit der Grundversorgung angefangen: dem Anbau von regionalem, pestizidfreiem Gemüse. Mittlerweile  versorgt unsere gemeinschaftsgetragene Landwirtschaft 240 Mitglieder wöchentlich mit frischem Gemüse aus der Region.

Eine eigene Gärtnerei ermöglicht uns die konsequente Umsetzung unserer Grundwerte, Ziele und Vorstellungen:

  • Wissen wo’s herkommt
    Wir bewirtschaften eigene Flächen und unsere Mitglieder können selbst mit anpacken oder sich den Acker anschauen.
  • Unabhängigkeit
    Als Genossenschaft möchten wir unabhängig von globalen Großkonzernen sein und selbst entscheiden was und wie angebaut wird.
  • Aktiver Beitrag zum Klimaschutz und intakten Ökosystemen
    Durch nachhaltigen Anbau und maximal kurze Transport- und Lieferwege werden erhebliche Mengen CO² eingespart. Spezielle Anbaumethoden und die Gestaltung der Gärtnereiflächen schaffen gezielt Nährgrundlagen und Rückzugsorte für Nützlinge. So wirken wir dem Bienen- und Insektensterben entgegen.
  • Aufbau einer Gemeinschaft
    Das Biotop soll aus einer lebendigen Gemeinschaft bestehen, jeder kann sich einbringen – wenn er möchte. Dafür brauchen wir einen Ort zum Austausch, für Gemeinschaftsaktionen, zum Mitgärtnern und zur Weiterbildung.
  • Unsere Region stärken
    Wir wollen unsere Kaufkraft in der Region halten und regionale Wirtschaftskreisläufe stärken.
  • Inspiration für weitere Betriebe / Vorbildsfunktion
    Das Biotop soll ein Beispiel dafür sein, wie kleine und mittelgroße landwirtschaftliche Biobetriebe in der Region erhalten oder sogar neu gegründet werden können.
  • Keine Lebensmittelverschwendung
    Marktnormen interessieren uns nicht. Krummes Gemüse und Überschüsse kommen mit in den Ernteanteil. Nicht die Optik zählt, sondern die Qualität.
  • Kein Plastikmüll
    Gemüse ohne Plastikhülle – wir verzichten konsequent auf Kunststoffverpackungen.

Wie das Ganze aussieht, könnt ihr euch hier anschauen.:

Der Aufbau hat begonnen

Wir gründen die erste gemeinschaftsgetragene Gärtnerei im Isartal.

Gemeinsam selbst versorgen – und zwar mit frischem und natürlichem Gemüse aus der Region. Dafür errichten wir gerade unsere eigene Gärtnerei, wobei wir die meiste Arbeit selbst übernehmen. Aber von der Wiese bis zu einer voll ausgestatteten Gärtnerei ist es ein weiter Weg. Ab diesem Jahr gibt es  dann für unsere Mitglieder das Gemüse aus aus Lenggries/Steinbach.

Der Startschuss fiel im November 2017 mit dem Umbruch der gepachteten Fläche von der Wiese zur Ackerfläche. Im März 2018 ging es mit dem Aufbau unserer 3 Gewächshäuser weiter. Nachdem wir 84 Punktfundamente gesetzt haben, sind ein paar Tonnen Material mit viel Handarbeit und Schweiß zusammengesetzt worden. Dabei ist das Gärtnerteam des Biotops kurzzeitig zum Bauteam umfunktioniert worden und fleißig am baggern, schaufeln, betonieren, schleppen, bohren, hämmern, … .

Aber der Wintereinbruch Mitte März hat es uns wirklich nicht leicht gemacht. Minus 4 Grad, 15cm Neuschnee, klamme Finger und komplett durchnässte Schuhe erschwerten die Arbeit, die eh schon anstrengend genug ist. Doch das Team ist immer noch motiviert und der Frühling ist langsam in Sicht. Was wir da aufbauen wird einige Jahre bis Jahrzehnte bestehen und uns jede Menge leckerstes Gemüse bringen!

Der Aufbau wird von vielen Mitgliedern des Biotops kräftig unterstützt. Zusammen legen wir den Grundstein für unsere eigene gemeinschaftsgetragene Gärtnerei. Jeder kann mit anpacken wenn er möchte und die Chance nutzen (s)eine Gärtnerei mit aufzubauen.

Auf der Ackerfläche sieht man mittlerweile einiges mehr. Unsere 3 Gewächshäuser ragen bereits in die Höhe und werden in den nächsten Tagen fertig gestellt.

So sieht das Ganze aus:

Bildergalerie:

Aufbau unserer eigenen Gärtnerei in Lenggries – März 2018

Der Klimafrühling hält Einzug im Oberland

Ende Februar findet im Oberland ein spannendes Veranstaltungsformat statt: der Klimafrühling Oberland.

Er findet dieses Jahr erstmals in den Landkreisen Bad Tölz-Wolfratshausen und Garmisch-Partenkirchen unter dem Motto „Gemeinsam. Verantwortung. Hier!“ statt. Gestaltet nach Vorbild des Münchner Klimaherbstes und initiiert durch die Klimaschutzabteilungen der beiden Landkreise ist der Klimafrühling Oberland die Bühne für den Klimaschutz in der Region. Vom 20. Februar bis zum 9. März 2018 zeigen über 70 Veranstaltungen in den beiden Landkreisen, wie Klimaschutz funktionieren kann. Geboten sind u. a. Vorträge, Exkursionen, Workshops und Filmvorführungen zu Mobilität, Plastik, nachhaltige Landwirtschaft, Energiesparen, Erneuerbare Energien und vielen anderen Themen. Zudem stellt der Klimafrühling Oberland eine hervorragende Vernetzungsmöglichkeit für alle regionalen Akteure dar.

Eine Übersicht aller Veranstaltungen gibts unter www.klimafrühling.com.

Und das Biotop ist natürlich auch mit dabei:

Was hat mein Gemüse mit dem Klimawandel zu tun?

28.02.2018, 19:00 Uhr / Gasthaus Bad Tölz

Unsere Ernährung beeinflusst das Klima. Dabei sind wir alle – Landwirte wie Konsumenten – Verursachende und Opfer zugleich. Wie hoch ist der Einfluss der Landwirtschaft auf den Klimawandel und unsere Biodiversität tatsächlich? Können Bauern nur Täter sein oder sogar Teil der Lösung? Sebastian und Nick gehen diesen Fragen nach und zeigen in dem Vortrag am Beispiel des Biotop Oberlands, wie Verbraucher und Erzeuger die Dinge selber in die Hand nehmen können.