Einladung zum Biotop Sommerfest

Wir freuen uns mit den Biotoplern, Freunden, Unterstützern und Interessierten das erste Sommerfest in unserer eigenen Gärtnerei in Lenggries zu feiern. Es wird wieder ein gemütlicher Nachmittag mit leckerem Buffet, Live Musik und griabiger Atmosphäre.

Wann:  14. Juli 2018, 15 Uhr – open End
Wo:      Biotop Gärtnerei, Lenggries/Steinbach

Das Programm

15:00 Uhr – Ankommen
15:30 Uhr – „Was macht das Biotop“ – kurze Vorstellung des Biotops für Interessierte
16:30 Uhr – Gärtnereiführung
Ab 19:00 Uhr – Live Act “Mountain Lake Vista” – unplugged

Bei einer Gärtnereiführung können die sprießenden Äcker des Biotops aus der Nähe begutachtet werden und Fragen zu den Sorten, der Anbauplanung, den Anbautechniken etc. gestellt werden.

Wie jedes Jahr gibt es ein üppiges Buffet mit leckeren selbstgemachten Speisen, Kuchen und Snacks von den Mitgliedern des Biotops. Auch Nicht-Mitglieder dürfen gerne etwas zu dem Buffet beitragen. Je mehr Auswahl es gibt, desto besser. Ein Grill steht bereit, hier kann selbst Mitgebrachtes zubereitet werden. Zu späterer Stunde wird  das Lagerfeuer angeheizt.

In den Abendstunden sorgt die Akustik Band „Mountain Lake Vista“ aus dem Oberland mit ihrem unverkennbaren und authentischem Style für die richtige Stimmung am Lagerfeuer.

Das Kinderprogramm bietet von einer Waldwanderung und Naturbastelein bis hin zum Feuermachen und Bogenschießen etwas für alle Altersgruppen.

Der Eintritt ist kostenlos. Das Fest findet nur bei trockenem Wetter statt, Ausweichtermin ist der 21.07.2018.

Die Anfahrt

Wie ihr zur Gärtnerei kommt, findet ihr hier: https://biotop-oberland.de/anfahrt/

Wichtig: bitte beachtet, dass eine direkte Zufahrt mit dem Auto zur Gärtnerei nicht möglich ist und wir vor Ort nur sehr wenige Parkplätze haben. Den Lenggriesern empfehlen wir am besten zu Fuß oder mit dem Radl zu kommen. Man kann auch mit dem Zug kommen, die Haltestelle Obergrieß ist ca. 20 Gehminuten von der Gärtnerei entfernt. Falls ihr mit dem Auto anreist, haben wir in der Steinbachstraße einen Parkplatzeinweiser, der euch sagen wird wo ihr parken könnt. Selbstgemachtes für das Buffet kann hier auch abgegeben werden und wir bringen es dann zum Stadl.

 

Unsere Gärtnerei steht!

Wir haben die erste gemeinschaftsgetragene Gärtnerei im Isartal erfolgreich aufgebaut! In knapp einem halben Jahr konnten wir eine eigene Gärtnerei in Lenggries ohne Fremdfinanzierung errichteten. Über 150 Sorten sprießen jetzt auf 2,5 HA Freilandanbau. Neben der gesamten Grundausstattung haben wir 3 moderne Gewächshäuser gekauft, aufgebaut und bereits bepflanzt. Jetzt gibt es auch Gurken und Tomaten aus Lenggries. Für die Aufbereitung und Lagerung des Gemüses steht uns zusätzlich ein neu errichtetes Betriebsgebäude mit einem 100qm großen Erdkeller zur Verfügung.

Das Ziel der Biotop Oberland eG ist der Aufbau einer unabhängigen, selbstverwalteten und gemeinwohlorientierten Versorgungsstruktur im Oberland. Wir möchten unsere Lebensmittelversorgung selbst in die Hand nehmen. Dafür haben wir mit der Grundversorgung angefangen: dem Anbau von regionalem Biogemüse. Mittlerweile  versorgt unsere gemeinschaftsgetragene Landwirtschaft 240 Mitglieder wöchentlich mit frischem Biogemüse aus der Region.

Eine eigene Gärtnerei ermöglicht uns die konsequente Umsetzung unserer Grundwerte, Ziele und Vorstellungen:

  • Wissen wo’s herkommt
    Wir bewirtschaften eigene Flächen und unsere Mitglieder können selbst mit anpacken oder sich den Acker anschauen.
  • Unabhängigkeit
    Als Genossenschaft möchten wir unabhängig von globalen Großkonzernen sein und selbst entscheiden was und wie angebaut wird.
  • Aktiver Beitrag zum Klimaschutz und intakten Ökosystemen
    Durch ökologischen Anbau und maximal kurze Transport- und Lieferwege werden erhebliche Mengen CO² eingespart. Spezielle Anbaumethoden und die Gestaltung der Gärtnereiflächen schaffen gezielt Nährgrundlagen und Rückzugsorte für Nützlinge. So wirken wir dem Bienen- und Insektensterben entgegen.
  • Aufbau einer Gemeinschaft
    Das Biotop soll aus einer lebendigen Gemeinschaft bestehen, jeder kann sich einbringen – wenn er möchte. Dafür brauchen wir einen Ort zum Austausch, für Gemeinschaftsaktionen, zum Mitgärtnern und zur Weiterbildung.
  • Unsere Region stärken
    Wir wollen unsere Kaufkraft in der Region halten und regionale Wirtschaftskreisläufe stärken.
  • Inspiration für weitere Betriebe / Vorbildsfunktion
    Das Biotop soll ein Beispiel dafür sein, wie kleine und mittelgroße landwirtschaftliche Biobetriebe in der Region erhalten oder sogar neu gegründet werden können.
  • Keine Lebensmittelverschwendung
    Marktnormen interessieren uns nicht. Krummes Gemüse und Überschüsse kommen mit in den Ernteanteil. Nicht die Optik zählt, sondern die Qualität.
  • Kein Plastikmüll
    Biogemüse ohne Plastikhülle – wir verzichten konsequent auf Kunststoffverpackungen.

Wie das Ganze aussieht, könnt ihr euch hier anschauen.:

 

Der Aufbau hat begonnen

Wir gründen die erste gemeinschaftsgetragene Gärtnerei im Isartal.

Gemeinsam selbst versorgen – und zwar mit frischem Biogemüse aus der Region. Dafür errichten wir gerade unsere eigene Gärtnerei, wobei wir die meiste Arbeit selbst übernehmen. Aber von der Wiese bis zu einer voll ausgestatteten Gärtnerei ist es ein weiter Weg. Ab diesem Jahr gibt es  dann für unsere Mitglieder das Gemüse aus aus Lenggries/Steinbach.

Der Startschuss fiel im November 2017 mit dem Umbruch der gepachteten Fläche von der Wiese zur Ackerfläche. Im März 2018 ging es mit dem Aufbau unserer 3 Gewächshäuser weiter. Nachdem wir 84 Punktfundamente gesetzt haben, sind ein paar Tonnen Material mit viel Handarbeit und Schweiß zusammengesetzt worden. Dabei ist das Gärtnerteam des Biotops kurzzeitig zum Bauteam umfunktioniert worden und fleißig am baggern, schaufeln, betonieren, schleppen, bohren, hämmern, … .

Aber der Wintereinbruch Mitte März hat es uns wirklich nicht leicht gemacht. Minus 4 Grad, 15cm Neuschnee, klamme Finger und komplett durchnässte Schuhe erschwerten die Arbeit, die eh schon anstrengend genug ist. Doch das Team ist immer noch motiviert und der Frühling ist langsam in Sicht. Was wir da aufbauen wird einige Jahre bis Jahrzehnte bestehen und uns jede Menge leckerstes Gemüse bringen!

Der Aufbau wird von vielen Mitgliedern des Biotops kräftig unterstützt. Zusammen legen wir den Grundstein für unsere eigene gemeinschaftsgetragene Gärtnerei. Jeder kann mit anpacken wenn er möchte und die Chance nutzen (s)eine Gärtnerei mit aufzubauen.

Auf der Ackerfläche sieht man mittlerweile einiges mehr. Unsere 3 Gewächshäuser ragen bereits in die Höhe und werden in den nächsten Tagen fertig gestellt.

So sieht das Ganze aus:

Bildergalerie:

Aufbau unserer eigenen Gärtnerei in Lenggries – März 2018

 

Der Klimafrühling hält Einzug im Oberland

Ende Februar findet im Oberland ein spannendes Veranstaltungsformat statt: der Klimafrühling Oberland.

Er findet dieses Jahr erstmals in den Landkreisen Bad Tölz-Wolfratshausen und Garmisch-Partenkirchen unter dem Motto „Gemeinsam. Verantwortung. Hier!“ statt. Gestaltet nach Vorbild des Münchner Klimaherbstes und initiiert durch die Klimaschutzabteilungen der beiden Landkreise ist der Klimafrühling Oberland die Bühne für den Klimaschutz in der Region. Vom 20. Februar bis zum 9. März 2018 zeigen über 70 Veranstaltungen in den beiden Landkreisen, wie Klimaschutz funktionieren kann. Geboten sind u. a. Vorträge, Exkursionen, Workshops und Filmvorführungen zu Mobilität, Plastik, nachhaltige Landwirtschaft, Energiesparen, Erneuerbare Energien und vielen anderen Themen. Zudem stellt der Klimafrühling Oberland eine hervorragende Vernetzungsmöglichkeit für alle regionalen Akteure dar.

Eine Übersicht aller Veranstaltungen gibts unter www.klimafrühling.com.

Und das Biotop ist natürlich auch mit dabei:

Was hat mein Gemüse mit dem Klimawandel zu tun?

28.02.2018, 19:00 Uhr / Gasthaus Bad Tölz

Unsere Ernährung beeinflusst das Klima. Dabei sind wir alle – Landwirte wie Konsumenten – Verursachende und Opfer zugleich. Wie hoch ist der Einfluss der Landwirtschaft auf den Klimawandel und unsere Biodiversität tatsächlich? Können Bauern nur Täter sein oder sogar Teil der Lösung? Sebastian und Nick gehen diesen Fragen nach und zeigen in dem Vortrag am Beispiel des Biotop Oberlands, wie Verbraucher und Erzeuger die Dinge selber in die Hand nehmen können.

 

Das Biotop Jahr im Rückblick

Ein spannendes Jahr geht zu Ende in dem der Grundstein für die weitere Zukunft des Biotops gelegt wurde. Gemeinsam mit unseren Mitgliedern gründen wir die erste gemeinschaftsgetragene Gärtnerei in im Isartal. Ab dem Frühjahr 2018 gibt es dann frisches Biogemüse aus Lenggries. Und auch sonst konnte sich die Genossenschaft weiterhin positiv entwickeln.

Mehr Geschmack

35 Tonnen frisches Biogemüse, 50 Kulturen, 150 Sorten, fast 9.000 ausgelieferte Ernteanteile, meistens einen Tag nach der Ernte bei unseren Mitgliedern daheim.

Weniger Lebensmittelverschwendung

Wir legen Wert auf Geschmack und nicht auf Optik oder sonstige sinnlose Normen. Bei uns kommt auch krummes Gemüse in die Kiste. Somit konnten wir 2017 gut 10 Tonnen Gemüse „retten“ welches bei einer vermarktenden Gärtnerei im Müll gelandet wäre! Das entspricht rund 70 Bio-Abfalltonnen.

Weniger Plastik

Unsere Ernteanteile werden in Kisten ausgeliefert, welche wir jahrelang wiederverwenden. Wir verzichten komplett auf Plastikverpackungen. Verglichen mit gewöhnlichen Biolieferdiensten haben wir so rund 26.000 Plastiktüten eingespart.

Mehr Arbeit, bessere Löhne

4.000 Arbeitsstunden sind dieses Jahr angefallen. Mittlerweile sind die 2 Vorstände Sebastian und Nick fest angestellt. Katerina und Julia arbeiten auf 450,- Basis und Constanze unterstützt das Team seit September als Auszubildende. Das entspricht zwar noch lange nicht unserer Vorstellung von fairen Löhnen, aber mit steigenden Mitgliederzahlen und einer höheren Selbstversorgungsquote durch eigene Gewächshäuser werden wir die Löhne weiter anheben können.

Neues aus Lenggries

Die Planungen schreiten voran. Seit die Generalversammlung im Sommer beschlossen hat, eine gemeinschaftliche Gärtnerei in Lenggries zu gründen, arbeitet das Team auf Hochtouren. Der Pachtvertrag ist unterschrieben und im Frühjahr wird bereits mit dem Gemüseanbau begonnen. Im November wurde unser zukünftiger Acker umgebrochen. Hier findet Ihr ein Video dazu. Unseren geplanten sechs Foliengewächshäusern steht auch nichts mehr im Weg. Eine Genehmigung hat uns der Lenggrieser Gemeinderat erteilt. Drei davon werden wir im Frühjahr aufstellen, die weiteren drei folgen, sobald die Finanzierung es zulässt.

Alle Infos über die Gründung unserer Gärtnerei gibt es zum Nachlesen auf unserem Blog unter diesem Link.

Unterstützung

Wer sich am Aufbau unserer Gärtnerei beteiligen möchte, kann das in Form einer Mitgliedschaft in der Biotop Oberland eG tun. Es gibt dafür zwei Arten der Mitgliedschaft:

  • Mitglied mit Ernteanteil: Ihr könnt Anteile an der Genossenschaft erwerben und gegen einen monatlichen Beitrag einen wöchentlichen Ernteanteil beziehen.
  • Fördermitglied: Falls Ihr kein Gemüse braucht, euch aber trotzdem an der Genossenschaft beteiligen wollt, könnt Ihr Genossenschaftsanteile erwerben und somit zur Finanzierung einer eigenen Gärtnerei beitragen.

Von der Wiese zum Gemüseacker

Und weiter geht’s: Die 2,5 ha unserer zukünftigen Gärtnereifläche sind umgebrochen! Was jetzt noch eher nach Maisacker aussieht, wird schon im nächsten Frühjahr blühen und summen und nebenbei jede Menge Gemüse abwerfen.

Für den Umbruch haben wir gnadenlos gegen unsere eigenen Prinzipien verstoßen und gepflügt.  Wir haben nämlich die Erfahrung gemacht, dass die Alternativen um Wiese in Beete umzuwandeln auch nicht bodenschonender sind. Um dasselbe Ergebnis wie beim Pflügen zu bekommen, müssten wir einige Male mit der Fräse drüber fahren und bei jedem Mal wieder Diesel verheizen, Verdichtungen im Boden erzeugen und die Bodenstruktur „zerhacken“.

Das war dann aber auch das erste und letzte Mal, dass unser Boden einen Pflug zu Gesicht bekommen hat. Sind die Beete einmal angelegt wird konsequent auf minimale Bodenbearbeitung gesetzt. Lieber füttern wir die Regenwürmer, die machen den Job nämlich genau so gut.

Aktivieren Sie JavaScript um das Video zu sehen.
https://www.youtube.com/watch?v=jxviihCUo8o

 

Wir gründen unsere eigene Gärtnerei

Das Biotop Oberland zieht um. Unsere Genossenschaft versorgt nun bald 200 Haushalte mit frischem Biogemüse direkt aus der Region. Jetzt gründen wir die erste gemeinschaftsgetragene Gärtnerei im Isartal und starten bereits im Frühjahr 2018 mit dem Gemüseanbau in Lenggries.

Auch du kannst jetzt einen Ernteanteil beziehen oder uns als Fördermitglied unterstützen: www.biotop-oberland.de/mitmachen .

Ziel des Biotops ist der Aufbau einer unabhängigen, selbstverwalteten und gemeinwohlorientierten Versorgungsstruktur im Oberland. Dafür haben wir unsere Lebensmittelversorgung selbst in die Hand genommen und als ersten Schritt eine Versorgergemeinschaft für regionales Biogemüse in Form einer Genossenschaft gebildet. Wir überwinden die Trennung von Erzeuger und Verbraucher und übernehmen gemeinsam Verantwortung. Die Genoss/Innen finanzieren mit ihrem monatlichen Beitrag die Erzeugung von Biogemüse und gekommen dafür einen wöchentlichen Ernteanteil. Mit ihrem Genossenschaftsanteil sind sie direkt am Unternehmen beteiligt und werden in wichtige Entscheidungen miteingebunden.

Für den Aufbau der Versorgergemeinschaft wurden wir bisher von zwei befreundeten Gärtnereien – der Gärtnerei Holzmann in Bad Heilbrunn/Letten und Eva‘s Paradiesgarten in Waakirchen – unterstützt. Sie haben uns kleine Teilflächen ihrer Gärtnerei zur Verfügung gestellt und wir konnten ihre Maschinen stundenweise ausleihen und Räumlichkeiten nutzen.

Doch die Genossenschaft wächst stetig. Dadurch stoßen wir langsam an die Grenzen unserer derzeitigen Standorte: unser Packraum platzt aus allen Nähten, die Kühlung wird bald zu klein sein, die Anbauflächen werden knapp und die Bewirtschaftung von 2 Standorten bringt eine aufwendige Logistik mit sich. Dazu kommen kurze Pachtlaufzeiten, die langfristige Investitionen schwierig machen.

Es wird also Zeit für den nächsten Schritt: der Aufbau unserer eigenen gemeinschaftsgetragenen Gärtnerei. Ein Ort, an dem wir voll nach unseren Prinzipien wirtschaften können. Ein Ort für unsere Gemeinschaft, den wir zusammen gestalten und an dem wir uns treffen und austauschen können.

Mitte diesen Jahres haben wir von einem Landwirt aus Lenggries ein großzügiges Angebot bekommen:

  • Verpachtung von über 2 ha Land in Lenggries / Steinbach direkt neben dem Gemeinschaftsgarten „Lenggriesa Acker“, mit einer Pachtlaufzeit über mehr als 10 Jahre. Wir haben somit die Möglichkeit in langen Zeiträumen zu planen. Das ist entscheidend für eine nachhaltige Landbewirtschaftung (z.B. Humusaufbau), Investitionsentscheidungen und den Ausbau unseres Konzeptes (z.B. Obst, Kräuter, …).
  • Eine fantastische Lage mit gemüsebaufähigem Boden, der seit Jahrzehnten biologisch bewirtschaftet wird.
  • Wir können eigene Gewächshäuser errichten und uns so auch mit Gewächshausgemüse und Spezialkulturen versorgen.
  • Bau einer Wasch- und Aufbereitungshalle, sowie eines Erdkellers durch den Landwirt und langjährige Verpachtung an das Biotop. Die Kosten für das Gebäude werden über die monatliche Miete abbezahlt.
  • Die Ortsnähe zu Lenggries kommt uns sehr entgegen, da sich der Großteil unserer Mitglieder in Lenggries und Bad Tölz befinden.

Dies ist ein großer Schritt für unsere junge Genossenschaft. Am 22.07.2017 haben wir deshalb auf unserer ersten Generalversammlung über die Gründung unserer eigenen Gärtnerei in Lenggries abgestimmt. Das Ergebnis war eindeutig: alle anwesenden Genoss/Innen haben dafür gestimmt, es gab keine Enthaltungen oder Gegenstimmen.

Auch die Gemeinde Lenggries ist dem Vorhaben gegenüber positiv gestimmt. Der Gemeinderat hat an einem Termin vor Ort einen umfassenden Überblick über unsere Pläne bekommen und uns seine Unterstützung zugesichert.

Für die Gründung werden nun rund 230.000 Euro für eigene Geräte, Maschinen und Gewächshäuser benötigt. Als Genossenschaft möchten wir unabhängig sein. Daher möchten wir die Finanzierung des Vorhabens über die Genossenschaftseinlagen unserer Mitglieder stemmen und möglichst auf Kredite von Banken verzichten. Mittlerweile haben wir bereits die Hälfte des benötigten Kapitals aufgebracht. Die Summe reicht aus um schon ab dem Frühjahr 2018 mit dem Gemüseanbau in Lenggries beginnen zu können.

Um aber eine gemeinschaftsgetragene Gärtnerei mit Vorzeigecharakter etablieren zu können, brauchen wir noch weitere Mitglieder und Unterstützer. Wer sich an dem Aufbau beteiligen möchte, kann das in Form einer Mitgliedschaft in der Biotop Oberland eG. Es gibt dafür zwei Arten der Mitgliedschaft:

  • Mitglied mit Ernteanteil: du kannst Anteile an der Genossenschaft erwerben und gegen einen monatlichen Beitrag einen wöchentlichen Ernteanteil beziehen.
  • Fördermitglied: Falls du kein Gemüse brauchst, dich aber trotzdem an der Genossenschaft beteiligen willst, kannst du Genossenschaftsanteile erwerben und somit zur Finanzierung einer eigenen Gärtnerei beitragen.

Alle Details zur Anmeldung findest du unter: www.biotop-oberland.de/mitmachen

 

Was für ein schönes Fest!

Danke für dieses schöne Sommerfest!

Das Buffet war großartig, schön dass so viele Mitglieder mit kreativen Leckereien dazu beigetragen haben. Das Wetter war uns auch mal wieder hold und so konnten wir bei Sonnenschein die entspannte Stimmung bis weit in den Abend genießen.

Ein besonderer Dank auch an alle Helfer die uns beim Aufbau unterstützt haben und natürlich an Mountain Lake Vista, die den Abend am Lagerfeuer sehr passend musikalisch gestaltet hat.

Es ist unglaublich motivierend zu sehen wie sich unsere Gemeinschaft entwickelt und von Jahr zu Jahr ein wenig größer wird. Die gegenseitige Unterstützung, sei es in Form von
Aufbauhilfe, Buffetbeiträgen oder der Spendenkasse (alle Unkosten sind
gut gedeckt) ist toll und zeigt, dass es möglich ist gemeinsam etwas Besonders zu schaffen.

Wir freuen uns bereits jetzt auf das Sommerfest 2018, das dann aber eventuell wo anders statt findet…

Danke auch an Magnus Mayer (magnus.mayer@gmx.de) für die tollen Fotos:

 

Biotop Sommerfest 2017

–Update 13.07.2017–
Die Vorbereitungen sind in vollem Gange und wir freuen uns schon!

Das Wetter ziert sich zwar noch etwas, aber das Fest findet auf jeden Fall statt. Wir haben ein paar Zelte für den Notfall, und wenns frisch wird machen wir das Lagerfeuer einfach ein bisschen größer.

Wir empfehlen festes Schuhwerk, da das Fest in einer Wiese statt findet. Pakt noch eure Musikinstrumente für eine spätere Jam Session und ein paar warme Socken ein, dann wirds auf jeden Fall gemütlich.

Es gibt auch ein Kinderprogramm. Maria und Petra werden mit den Kindern unser
Biotop Gemüse in einem speziellem Ofen zubereiten und ihnen zeigen, was sich in der Natur so alles zum Basteln findet. Es gibt dafür keinen festen Zeitplan und es kann gut neben unserem Hauptprogramm laufen.

Bis Samstag!

Wir laden euch herzlich zu unserem diesjährigen Sommerfest ein. Die gemeinschaftsgetragene Landwirtschaft zählt mittlerweile 170 Mitglieder, die wöchentlich mit von der Genossenschaft selbst erzeugtem Biogemüse versorgt werden. Wer schon immer mal wissen wollte, wie das Biotop eigentlich genau funktioniert, sich mit den Mitgliedern unterhalten will oder das Gärtnereiteam kennen lernen möchte, kann einfach mal vorbei kommen und sich informieren.

Wann: 15. Juli 2017, 15 Uhr – open End
Wo: Hofgut Letten, Letten 1, 83670 Bad Heilbrunn

Bei einer Gärtnereiführung können die sprießenden Äcker des Biotops einmal aus der Nähe begutachtet werden und Fragen zu den Sorten, der Anbauplanung, den Anbautechniken etc. gestellt werden.

Wie jedes Jahr gibt es natürlich ein üppiges Buffet mit leckeren selbstgemachten Speisen, Kuchen und Snacks von den Mitgliedern des Biotops. Ein Grill steht bereit, zu späterer Stunde wird  dann noch ein Lagerfeuer angeheizt, hier wird das Stockbrot für die Kids natürlich nicht fehlen. Auch Nicht-Mitglieder dürfen gerne etwas zu dem Buffet beitragen. Je mehr Auswahl es gibt, desto besser.

Für ein Highlight sorgen dieses Jahr die Jungs von Mountain Lake Vista. Wer sie noch nicht kennt, sollte sich das nicht entgehen lassen. Die Akustik Band aus dem Oberland sorgt mit ihrem unverkennbaren und authentischem Style für die richtige Stimmung am Lagerfeuer.

Der Eintritt ist kostenlos. Da wir keine überdachte Fläche zur Verfügung haben, findet das Fest nur bei trockenem Wetter statt.

Der zeitliche Ablauf:

  • 15:00 Uhr – Ankommen
  • 15:30 Uhr – Begrüßung durch die Vorstände Sebastian und Nick
  • 16:00 Uhr – „Was macht das Biotop“ – kurze Vorstellung des Biotops für Interessierte
  • 17:00 Uhr – Gärtnereiführung
  • Ab 19:00 Uhr – Live Act “Mountain Lake Vista” – unplugged

Hier findet ihr ein paar Eindrücke von unserem Sommerfest letztes Jahr.

Mir gfrein uns auf euch!

 

Infoabend in Penzberg

Als Genossenschaft versorgen wir uns – unabhängig und selbst verwaltet – mit Lebensmitteln, bei denen wir wissen wo sie herkommen und deren Produktion wir selbst in der Hand haben. Als ersten Schritt haben wir dafür eine solidarische- bzw. gemeinschaftsgetragene Landwirtschaft gegründet. Aktuell versorgen wir wöchentlich 130 Haushalte mit saisonalem Biogemüse aus dem Oberland.

Bis zu 40% der Ernte landen bereits oft schon beim Erzeuger im Abfall, nur weil sie optisch nicht der Vermarktungsnorm entsprechen. Das Prinzip der solidarischen Landwirtschaft ermöglicht hingegen ein ökologisch- und sozial sinnvolles Wirtschaften, ohne die auferlegten Zwänge des Marktes und der Agrarindustrie. Im Biotop finden sich auch krumme Gurken und zweibeinige Karotten. Die Gemeinschaft entscheidet, wie gewirtschaftet werden soll und was wir anbauen. Dabei sind Qualität, Sortenvielfalt und Geschmack für uns wichtig, und nicht maximale Erträge und Profit.

Zusätzlich zu unseren bestehenden Verteilstationen möchten wir diese Jahr ein neues Depot in Penzberg einrichten. Dafür laden wir gemeinsam mit dem interreligiösen Umweltteam Penzberg alle, die mehr über die Biotop Oberland e.G. erfahren oder Mitglied werden möchten, herzlich zu einem Infoabend ein:

Wann? – Mittwoch, 29. März 2017, 19:00 Uhr
Wo? – Pfarrzentrum Christkönig – Barbara Saal, Sigmundstraße 18, Penzberg

Wir freuen uns auf alle Interessierten,
das Biotop-Team

 

Es geht wieder los!

Der Frühling steht vor der Tür. Nachdem wir die Wintermonate genutzt haben, um das kommende Jahr vorzubereiten und neue Pläne zu schmieden, freuen wir uns mit unseren Genossinnen und Genossen in die neue Gemüsesaison zu starten.

Der Biotop Stammtisch hat sich mittlerweile etabliert. Jeden ersten Montag im Monat treffen wir uns an abwechselnden Orten, eine gute Möglichkeit auch für Nicht-Mitglieder, sich mit dem Biotop Team und Mitgliedern auszutauschen und zu informieren. Zusätzlich möchten wir mehr Mitgärtnertage für unsere Mitglieder anbieten und arbeiten an einer kleinen Vortrags- und Workshopreihe. Im Sommer findet dann natürlich wieder unser Hoffest in Letten statt, markiert euch schon mal den 15.07.2017 im Kalender! Es gibt ein Programm für Groß und Klein, inklusive einer Gärtnereiführung und einem leckerem Buffet. Auch für ein musikalisches Highlight werden wir sorgen! Bilder vom letzten Jahr findet ihr hier. Dieses Jahr findet dann noch die erste Generalversammlung der Biotop Oberland e.G. statt. Der genaue Termin wird in den nächsten Wochen bekannt gegeben.

Alle Termine und Details zu unseren Veranstaltungen findet ihr in unserem Biotop Kalender.

Nach dem vielen Organisieren und Planen kribbelt es uns aber auch schon zunehmend in den Fingern. Wir können es kaum erwarten, endlich auf dem Acker loszulegen. Dieses Jahr bewirtschaftet die Genossenschaft wieder eigene Flächen bei Eva’s Paradiesgarten in Waakirchen und bei der Gärtnerei Holzmann in Letten / Bad Heilbrunn. Die ersten kleinen Salate, Zwiebeln, Blumenkohl, Mangold, Kohlrabi und Fenchelpflänzchen wachsen bereits im Jungpflanzenhaus heran und werden in den nächsten Wochen auf dem Acker eingepflanzt. Nachdem sie sich letztes sehr bewährt haben, setzen wir auch diese Saison im Freilandanbau ausschließlich auf samenfeste Sorten. Die detaillierte Anbauplanung veröffentlichen wir  für unsere Mitglieder im internen Mitgliederbereich auf unserer Website.

Liebe Grüße,
das Team vom Biotop


Das Biotop-Jahr im Rückblick

Pünktlich zum Jahresende möchten wir einen kleinen Rückblick auf die vergangene Saison werfen. Aus gärtnerischer Sicht war das Jahr, trotz des vielen Regens ein Gutes. Die Ernteanteile waren meist gut befüllt und wir konnten durchwegs tolles Gemüse ernten.

Leckere Sorten

Insgesamt haben wir fast 150 verschiedene Sorten angebaut und auf Hybrid-Sorten verzichtet. Diese Entscheidung haben wir nicht bereut, denn die verwendeten samenfesten Sorten haben sich – bis auf ganz wenige Ausnahmen – als durchaus ertragsstark und vor allem sehr geschmackvoll herausgestellt.

Weniger Verschwendung

Besonders schön ist auch die Tatsache, dass wir unseren „Abfall“, also das, was auf dem Kompost landet, durch die gemeinschaftsgetragene Landwirtschaft praktisch auf null reduzieren können. Im gesamten Jahr haben wir so ca. 25 Tonnen Frischgemüse geerntet und in Form der Ernteanteile ausgeliefert.

Wenn man bedenkt, dass in vermarktenden Gärtnereien knapp 30% der Ernte auf dem Acker verbleibt oder direkt vernichtet wird, entspricht das einer „geretteten“ Gemüsemenge von 7,5 Tonnen. Um sich die Menge besser vorstellen zu können: Das sind fast 50 volle Bio-Abfalltonnen.

Was wir auch schon mal erwähnt haben, aber gerne öfters wiederholen, weil die Zahl doch beeindruckend ist: Durch den Verzicht auf jegliche Plastikverpackungen konnten wir bisher rund 18 000 Plastiktüten einsparen.

Mitglieder

Unsere Mitgliederzahl hat sich ebenfalls sehr erfreulich entwickelt und wir können das Jahr mit fast 130 Mitgliedshaushalten abschließen. Das ist aber noch lange kein Grund uns zurückzulehnen, denn um die fairen Löhne zahlen zu können, von denen wir so gerne reden, muss diese Zahl noch um einiges steigen.

Unser Team – bzw. wer erledigt eigentlich die ganze Arbeit?

Katerina

Unsere „Pack- und Logistik“-Chefin ist dafür zuständig, dass sämtliches Gemüse zunächst seinen Weg in die Kisten findet und diese dann All-freitaglich in unsere neun Verteilstationen geliefert werden. Außerdem hilft sie während der Saison fast in Vollzeit auf dem Acker mit und hat in den letzten Jahren so ihre Gärtner-Leidenschaft entdeckt.

Julia

Mit ihr haben unsere Mitglieder wahrscheinlich den regsten E-Mail Kontakt, denn bei ihr laufen jede Woche alle Joker-Anmeldungen, Problemchen und Wünsche zusammen. Außerdem verwaltet sie sämtliche Neuanmeldungen, kümmert sich um die Buchhaltung und den Kontakt zum Steuerbüro. Das Ganze macht sie noch ehrenamtlich in ihrer Freizeit (bzw. Abends und Sonntags), wobei der Umfang die Grenzen des ehrenamtlichen langsam sprengt.

Constanze

Macht seit Mitte des Jahres ein Praktikum bei uns und hat in dieser Zeit so ein großes Interesse am Gärtnern entwickelt, dass sie im kommenden Jahr gerne eine Ausbildung bei uns beginnen möchte. Um das zu ermöglichen, müssen wir aber als Ausbildungs-Betrieb anerkannt sein. Dieser Anerkennungsprozess findet gerade statt und das zuständige Amt hat uns auch schon ein positives Ergebnis in Aussicht gestellt.

Matze

Hat vor kurzem Nachwuchs bekommen und findet hauptsächlich Zeit uns bei der Organisation von Hoffesten, Stammtischen und sonstigen außergewöhnlichen Ereignissen unter die Arme zu greifen. Und er muss springen, wenn das Packteam Notstand hat.

Nick

Einer der beiden Vorstände der Genossenschaft. Eigentlich ist er selbständiger Projektmanager, verbringt aber mittlerweile mehr Zeit auf dem Acker, als er sich wohl noch vor zwei Jahren hat vorstellen können. Außerdem hält er den Kontakt zum Genossenschaftsverband und kümmert sich um alle Formalitäten, welche die Rechtsform der Genossenschaft so mit sich bringt.

Sebastian

Ebenfalls Genossenschaftsvorstand und der hauptverantwortliche Gärtner des Biotops. Durch das wöchentliche Schreiben des Wochenbladdls mittlerweile auch ambitionierter Amateur-Autor.

Er kümmert sich um die Anbauplanung und versucht dabei alle Mitgliederwünsche zu berücksichtigen. Das funktioniert nicht immer (Bananen und Ananas sind in unserer Klimazone einfach schwierig), aber im Großen und Ganzen haben wir doch das Gefühl den Geschmack unserer Mitglieder ganz gut zu treffen.

Wie geht’s weiter?

Außer Sebastian bekommt derzeit noch keiner aus dem Team ein festes Gehalt. Wir konnten uns jetzt zum Jahresende zwar ein kleines Weihnachtsgeld auszahlen, der Rest ist aber in Werkzeuge und Ausstattung geflossen, die wir dringend benötigen.

Wenn sich unsere Mitgliederzahlen so weiter entwickeln, wie sie das im letzten Jahr getan haben, können wir wahrscheinlich im kommenden Jahr damit anfangen uns zunächst auf Minijobbasis auszuzahlen. Diese Minijobs möchten wir dann Stück für Stück in sozialversicherungspflichtige Anstellungsverhältnisse umwandeln.

Wir rechnen noch mit etwa 1-2 Jahren, bis wir dieses Ziel erreichen und dann auch selber die viel gepriesenen fairen Löhne erhalten.

Wir freuen uns auf das kommende Jahr und wünschen an guad’n Rutsch!