Der Aufbau hat begonnen

Wir gründen die erste gemeinschaftsgetragene Gärtnerei im Isartal.

Gemeinsam selbst versorgen – und zwar mit frischem Biogemüse aus der Region. Dafür errichten wir gerade unsere eigene Gärtnerei, wobei wir die meiste Arbeit selbst übernehmen. Aber von der Wiese bis zu einer voll ausgestatteten Gärtnerei ist es ein weiter Weg. Ab diesem Jahr gibt es  dann für unsere Mitglieder das Gemüse aus aus Lenggries/Steinbach.

Der Startschuss fiel im November 2017 mit dem Umbruch der gepachteten Fläche von der Wiese zur Ackerfläche. Im März 2018 ging es mit dem Aufbau unserer 3 Gewächshäuser weiter. Nachdem wir 84 Punktfundamente gesetzt haben, sind ein paar Tonnen Material mit viel Handarbeit und Schweiß zusammengesetzt worden. Dabei ist das Gärtnerteam des Biotops kurzzeitig zum Bauteam umfunktioniert worden und fleißig am baggern, schaufeln, betonieren, schleppen, bohren, hämmern, … .

Aber der Wintereinbruch Mitte März hat es uns wirklich nicht leicht gemacht. Minus 4 Grad, 15cm Neuschnee, klamme Finger und komplett durchnässte Schuhe erschwerten die Arbeit, die eh schon anstrengend genug ist. Doch das Team ist immer noch motiviert und der Frühling ist langsam in Sicht. Was wir da aufbauen wird einige Jahre bis Jahrzehnte bestehen und uns jede Menge leckerstes Gemüse bringen!

Der Aufbau wird von vielen Mitgliedern des Biotops kräftig unterstützt. Zusammen legen wir den Grundstein für unsere eigene gemeinschaftsgetragene Gärtnerei. Jeder kann mit anpacken wenn er möchte und die Chance nutzen (s)eine Gärtnerei mit aufzubauen.

Auf der Ackerfläche sieht man mittlerweile einiges mehr. Unsere 3 Gewächshäuser ragen bereits in die Höhe und werden in den nächsten Tagen fertig gestellt.

So sieht das Ganze aus:

Bildergalerie:

Aufbau unserer eigenen Gärtnerei in Lenggries – März 2018

 

Der Klimafrühling hält Einzug im Oberland

Ende Februar findet im Oberland ein spannendes Veranstaltungsformat statt: der Klimafrühling Oberland.

Er findet dieses Jahr erstmals in den Landkreisen Bad Tölz-Wolfratshausen und Garmisch-Partenkirchen unter dem Motto „Gemeinsam. Verantwortung. Hier!“ statt. Gestaltet nach Vorbild des Münchner Klimaherbstes und initiiert durch die Klimaschutzabteilungen der beiden Landkreise ist der Klimafrühling Oberland die Bühne für den Klimaschutz in der Region. Vom 20. Februar bis zum 9. März 2018 zeigen über 70 Veranstaltungen in den beiden Landkreisen, wie Klimaschutz funktionieren kann. Geboten sind u. a. Vorträge, Exkursionen, Workshops und Filmvorführungen zu Mobilität, Plastik, nachhaltige Landwirtschaft, Energiesparen, Erneuerbare Energien und vielen anderen Themen. Zudem stellt der Klimafrühling Oberland eine hervorragende Vernetzungsmöglichkeit für alle regionalen Akteure dar.

Eine Übersicht aller Veranstaltungen gibts unter www.klimafrühling.com.

Und das Biotop ist natürlich auch mit dabei:

Was hat mein Gemüse mit dem Klimawandel zu tun?

28.02.2018, 19:00 Uhr / Gasthaus Bad Tölz

Unsere Ernährung beeinflusst das Klima. Dabei sind wir alle – Landwirte wie Konsumenten – Verursachende und Opfer zugleich. Wie hoch ist der Einfluss der Landwirtschaft auf den Klimawandel und unsere Biodiversität tatsächlich? Können Bauern nur Täter sein oder sogar Teil der Lösung? Sebastian und Nick gehen diesen Fragen nach und zeigen in dem Vortrag am Beispiel des Biotop Oberlands, wie Verbraucher und Erzeuger die Dinge selber in die Hand nehmen können.

 

Das Biotop Jahr im Rückblick

Ein spannendes Jahr geht zu Ende in dem der Grundstein für die weitere Zukunft des Biotops gelegt wurde. Gemeinsam mit unseren Mitgliedern gründen wir die erste gemeinschaftsgetragene Gärtnerei in im Isartal. Ab dem Frühjahr 2018 gibt es dann frisches Biogemüse aus Lenggries. Und auch sonst konnte sich die Genossenschaft weiterhin positiv entwickeln.

Mehr Geschmack

35 Tonnen frisches Biogemüse, 50 Kulturen, 150 Sorten, fast 9.000 ausgelieferte Ernteanteile, meistens einen Tag nach der Ernte bei unseren Mitgliedern daheim.

Weniger Lebensmittelverschwendung

Wir legen Wert auf Geschmack und nicht auf Optik oder sonstige sinnlose Normen. Bei uns kommt auch krummes Gemüse in die Kiste. Somit konnten wir 2017 gut 10 Tonnen Gemüse „retten“ welches bei einer vermarktenden Gärtnerei im Müll gelandet wäre! Das entspricht rund 70 Bio-Abfalltonnen.

Weniger Plastik

Unsere Ernteanteile werden in Kisten ausgeliefert, welche wir jahrelang wiederverwenden. Wir verzichten komplett auf Plastikverpackungen. Verglichen mit gewöhnlichen Biolieferdiensten haben wir so rund 26.000 Plastiktüten eingespart.

Mehr Arbeit, bessere Löhne

4.000 Arbeitsstunden sind dieses Jahr angefallen. Mittlerweile sind die 2 Vorstände Sebastian und Nick fest angestellt. Katerina und Julia arbeiten auf 450,- Basis und Constanze unterstützt das Team seit September als Auszubildende. Das entspricht zwar noch lange nicht unserer Vorstellung von fairen Löhnen, aber mit steigenden Mitgliederzahlen und einer höheren Selbstversorgungsquote durch eigene Gewächshäuser werden wir die Löhne weiter anheben können.

Neues aus Lenggries

Die Planungen schreiten voran. Seit die Generalversammlung im Sommer beschlossen hat, eine gemeinschaftliche Gärtnerei in Lenggries zu gründen, arbeitet das Team auf Hochtouren. Der Pachtvertrag ist unterschrieben und im Frühjahr wird bereits mit dem Gemüseanbau begonnen. Im November wurde unser zukünftiger Acker umgebrochen. Hier findet Ihr ein Video dazu. Unseren geplanten sechs Foliengewächshäusern steht auch nichts mehr im Weg. Eine Genehmigung hat uns der Lenggrieser Gemeinderat erteilt. Drei davon werden wir im Frühjahr aufstellen, die weiteren drei folgen, sobald die Finanzierung es zulässt.

Alle Infos über die Gründung unserer Gärtnerei gibt es zum Nachlesen auf unserem Blog unter diesem Link.

Unterstützung

Wer sich am Aufbau unserer Gärtnerei beteiligen möchte, kann das in Form einer Mitgliedschaft in der Biotop Oberland eG tun. Es gibt dafür zwei Arten der Mitgliedschaft:

  • Mitglied mit Ernteanteil: Ihr könnt Anteile an der Genossenschaft erwerben und gegen einen monatlichen Beitrag einen wöchentlichen Ernteanteil beziehen.
  • Fördermitglied: Falls Ihr kein Gemüse braucht, euch aber trotzdem an der Genossenschaft beteiligen wollt, könnt Ihr Genossenschaftsanteile erwerben und somit zur Finanzierung einer eigenen Gärtnerei beitragen.

Von der Wiese zum Gemüseacker

Und weiter geht’s: Die 2,5 ha unserer zukünftigen Gärtnereifläche sind umgebrochen! Was jetzt noch eher nach Maisacker aussieht, wird schon im nächsten Frühjahr blühen und summen und nebenbei jede Menge Gemüse abwerfen.

Für den Umbruch haben wir gnadenlos gegen unsere eigenen Prinzipien verstoßen und gepflügt.  Wir haben nämlich die Erfahrung gemacht, dass die Alternativen um Wiese in Beete umzuwandeln auch nicht bodenschonender sind. Um dasselbe Ergebnis wie beim Pflügen zu bekommen, müssten wir einige Male mit der Fräse drüber fahren und bei jedem Mal wieder Diesel verheizen, Verdichtungen im Boden erzeugen und die Bodenstruktur „zerhacken“.

Das war dann aber auch das erste und letzte Mal, dass unser Boden einen Pflug zu Gesicht bekommen hat. Sind die Beete einmal angelegt wird konsequent auf minimale Bodenbearbeitung gesetzt. Lieber füttern wir die Regenwürmer, die machen den Job nämlich genau so gut.

 

Wir gründen unsere eigene Gärtnerei

Das Biotop Oberland zieht um. Unsere Genossenschaft versorgt nun bald 200 Haushalte mit frischem Biogemüse direkt aus der Region. Jetzt gründen wir die erste gemeinschaftsgetragene Gärtnerei im Isartal und starten bereits im Frühjahr 2018 mit dem Gemüseanbau in Lenggries.

Auch du kannst jetzt einen Ernteanteil beziehen oder uns als Fördermitglied unterstützen: www.biotop-oberland.de/mitmachen .

Ziel des Biotops ist der Aufbau einer unabhängigen, selbstverwalteten und gemeinwohlorientierten Versorgungsstruktur im Oberland. Dafür haben wir unsere Lebensmittelversorgung selbst in die Hand genommen und als ersten Schritt eine Versorgergemeinschaft für regionales Biogemüse in Form einer Genossenschaft gebildet. Wir überwinden die Trennung von Erzeuger und Verbraucher und übernehmen gemeinsam Verantwortung. Die Genoss/Innen finanzieren mit ihrem monatlichen Beitrag die Erzeugung von Biogemüse und gekommen dafür einen wöchentlichen Ernteanteil. Mit ihrem Genossenschaftsanteil sind sie direkt am Unternehmen beteiligt und werden in wichtige Entscheidungen miteingebunden.

Für den Aufbau der Versorgergemeinschaft wurden wir bisher von zwei befreundeten Gärtnereien – der Gärtnerei Holzmann in Bad Heilbrunn/Letten und Eva‘s Paradiesgarten in Waakirchen – unterstützt. Sie haben uns kleine Teilflächen ihrer Gärtnerei zur Verfügung gestellt und wir konnten ihre Maschinen stundenweise ausleihen und Räumlichkeiten nutzen.

Doch die Genossenschaft wächst stetig. Dadurch stoßen wir langsam an die Grenzen unserer derzeitigen Standorte: unser Packraum platzt aus allen Nähten, die Kühlung wird bald zu klein sein, die Anbauflächen werden knapp und die Bewirtschaftung von 2 Standorten bringt eine aufwendige Logistik mit sich. Dazu kommen kurze Pachtlaufzeiten, die langfristige Investitionen schwierig machen.

Es wird also Zeit für den nächsten Schritt: der Aufbau unserer eigenen gemeinschaftsgetragenen Gärtnerei. Ein Ort, an dem wir voll nach unseren Prinzipien wirtschaften können. Ein Ort für unsere Gemeinschaft, den wir zusammen gestalten und an dem wir uns treffen und austauschen können.

Mitte diesen Jahres haben wir von einem Landwirt aus Lenggries ein großzügiges Angebot bekommen:

  • Verpachtung von über 2 ha Land in Lenggries / Steinbach direkt neben dem Gemeinschaftsgarten „Lenggriesa Acker“, mit einer Pachtlaufzeit über mehr als 10 Jahre. Wir haben somit die Möglichkeit in langen Zeiträumen zu planen. Das ist entscheidend für eine nachhaltige Landbewirtschaftung (z.B. Humusaufbau), Investitionsentscheidungen und den Ausbau unseres Konzeptes (z.B. Obst, Kräuter, …).
  • Eine fantastische Lage mit gemüsebaufähigem Boden, der seit Jahrzehnten biologisch bewirtschaftet wird.
  • Wir können eigene Gewächshäuser errichten und uns so auch mit Gewächshausgemüse und Spezialkulturen versorgen.
  • Bau einer Wasch- und Aufbereitungshalle, sowie eines Erdkellers durch den Landwirt und langjährige Verpachtung an das Biotop. Die Kosten für das Gebäude werden über die monatliche Miete abbezahlt.
  • Die Ortsnähe zu Lenggries kommt uns sehr entgegen, da sich der Großteil unserer Mitglieder in Lenggries und Bad Tölz befinden.

Dies ist ein großer Schritt für unsere junge Genossenschaft. Am 22.07.2017 haben wir deshalb auf unserer ersten Generalversammlung über die Gründung unserer eigenen Gärtnerei in Lenggries abgestimmt. Das Ergebnis war eindeutig: alle anwesenden Genoss/Innen haben dafür gestimmt, es gab keine Enthaltungen oder Gegenstimmen.

Auch die Gemeinde Lenggries ist dem Vorhaben gegenüber positiv gestimmt. Der Gemeinderat hat an einem Termin vor Ort einen umfassenden Überblick über unsere Pläne bekommen und uns seine Unterstützung zugesichert.

Für die Gründung werden nun rund 230.000 Euro für eigene Geräte, Maschinen und Gewächshäuser benötigt. Als Genossenschaft möchten wir unabhängig sein. Daher möchten wir die Finanzierung des Vorhabens über die Genossenschaftseinlagen unserer Mitglieder stemmen und möglichst auf Kredite von Banken verzichten. Mittlerweile haben wir bereits die Hälfte des benötigten Kapitals aufgebracht. Die Summe reicht aus um schon ab dem Frühjahr 2018 mit dem Gemüseanbau in Lenggries beginnen zu können.

Um aber eine gemeinschaftsgetragene Gärtnerei mit Vorzeigecharakter etablieren zu können, brauchen wir noch weitere Mitglieder und Unterstützer. Wer sich an dem Aufbau beteiligen möchte, kann das in Form einer Mitgliedschaft in der Biotop Oberland eG. Es gibt dafür zwei Arten der Mitgliedschaft:

  • Mitglied mit Ernteanteil: du kannst Anteile an der Genossenschaft erwerben und gegen einen monatlichen Beitrag einen wöchentlichen Ernteanteil beziehen.
  • Fördermitglied: Falls du kein Gemüse brauchst, dich aber trotzdem an der Genossenschaft beteiligen willst, kannst du Genossenschaftsanteile erwerben und somit zur Finanzierung einer eigenen Gärtnerei beitragen.

Alle Details zur Anmeldung findest du unter: www.biotop-oberland.de/mitmachen

 

Was für ein schönes Fest!

Danke für dieses schöne Sommerfest!

Das Buffet war großartig, schön dass so viele Mitglieder mit kreativen Leckereien dazu beigetragen haben. Das Wetter war uns auch mal wieder hold und so konnten wir bei Sonnenschein die entspannte Stimmung bis weit in den Abend genießen.

Ein besonderer Dank auch an alle Helfer die uns beim Aufbau unterstützt haben und natürlich an Mountain Lake Vista, die den Abend am Lagerfeuer sehr passend musikalisch gestaltet hat.

Es ist unglaublich motivierend zu sehen wie sich unsere Gemeinschaft entwickelt und von Jahr zu Jahr ein wenig größer wird. Die gegenseitige Unterstützung, sei es in Form von
Aufbauhilfe, Buffetbeiträgen oder der Spendenkasse (alle Unkosten sind
gut gedeckt) ist toll und zeigt, dass es möglich ist gemeinsam etwas Besonders zu schaffen.

Wir freuen uns bereits jetzt auf das Sommerfest 2018, das dann aber eventuell wo anders statt findet…

Danke auch an Magnus Mayer (magnus.mayer@gmx.de) für die tollen Fotos: