Der Klimafrühling hält Einzug im Oberland

Ende Februar findet im Oberland ein spannendes Veranstaltungsformat statt: der Klimafrühling Oberland.

Er findet dieses Jahr erstmals in den Landkreisen Bad Tölz-Wolfratshausen und Garmisch-Partenkirchen unter dem Motto „Gemeinsam. Verantwortung. Hier!“ statt. Gestaltet nach Vorbild des Münchner Klimaherbstes und initiiert durch die Klimaschutzabteilungen der beiden Landkreise ist der Klimafrühling Oberland die Bühne für den Klimaschutz in der Region. Vom 20. Februar bis zum 9. März 2018 zeigen über 70 Veranstaltungen in den beiden Landkreisen, wie Klimaschutz funktionieren kann. Geboten sind u. a. Vorträge, Exkursionen, Workshops und Filmvorführungen zu Mobilität, Plastik, nachhaltige Landwirtschaft, Energiesparen, Erneuerbare Energien und vielen anderen Themen. Zudem stellt der Klimafrühling Oberland eine hervorragende Vernetzungsmöglichkeit für alle regionalen Akteure dar.

Eine Übersicht aller Veranstaltungen gibts unter www.klimafrühling.com.

Und das Biotop ist natürlich auch mit dabei:

Was hat mein Gemüse mit dem Klimawandel zu tun?

28.02.2018, 19:00 Uhr / Gasthaus Bad Tölz

Unsere Ernährung beeinflusst das Klima. Dabei sind wir alle – Landwirte wie Konsumenten – Verursachende und Opfer zugleich. Wie hoch ist der Einfluss der Landwirtschaft auf den Klimawandel und unsere Biodiversität tatsächlich? Können Bauern nur Täter sein oder sogar Teil der Lösung? Sebastian und Nick gehen diesen Fragen nach und zeigen in dem Vortrag am Beispiel des Biotop Oberlands, wie Verbraucher und Erzeuger die Dinge selber in die Hand nehmen können.

 

Das Biotop Jahr im Rückblick

Ein spannendes Jahr geht zu Ende in dem der Grundstein für die weitere Zukunft des Biotops gelegt wurde. Gemeinsam mit unseren Mitgliedern gründen wir die erste gemeinschaftsgetragene Gärtnerei in im Isartal. Ab dem Frühjahr 2018 gibt es dann frisches Biogemüse aus Lenggries. Und auch sonst konnte sich die Genossenschaft weiterhin positiv entwickeln.

Mehr Geschmack

35 Tonnen frisches Biogemüse, 50 Kulturen, 150 Sorten, fast 9.000 ausgelieferte Ernteanteile, meistens einen Tag nach der Ernte bei unseren Mitgliedern daheim.

Weniger Lebensmittelverschwendung

Wir legen Wert auf Geschmack und nicht auf Optik oder sonstige sinnlose Normen. Bei uns kommt auch krummes Gemüse in die Kiste. Somit konnten wir 2017 gut 10 Tonnen Gemüse „retten“ welches bei einer vermarktenden Gärtnerei im Müll gelandet wäre! Das entspricht rund 70 Bio-Abfalltonnen.

Weniger Plastik

Unsere Ernteanteile werden in Kisten ausgeliefert, welche wir jahrelang wiederverwenden. Wir verzichten komplett auf Plastikverpackungen. Verglichen mit gewöhnlichen Biolieferdiensten haben wir so rund 26.000 Plastiktüten eingespart.

Mehr Arbeit, bessere Löhne

4.000 Arbeitsstunden sind dieses Jahr angefallen. Mittlerweile sind die 2 Vorstände Sebastian und Nick fest angestellt. Katerina und Julia arbeiten auf 450,- Basis und Constanze unterstützt das Team seit September als Auszubildende. Das entspricht zwar noch lange nicht unserer Vorstellung von fairen Löhnen, aber mit steigenden Mitgliederzahlen und einer höheren Selbstversorgungsquote durch eigene Gewächshäuser werden wir die Löhne weiter anheben können.

Neues aus Lenggries

Die Planungen schreiten voran. Seit die Generalversammlung im Sommer beschlossen hat, eine gemeinschaftliche Gärtnerei in Lenggries zu gründen, arbeitet das Team auf Hochtouren. Der Pachtvertrag ist unterschrieben und im Frühjahr wird bereits mit dem Gemüseanbau begonnen. Im November wurde unser zukünftiger Acker umgebrochen. Hier findet Ihr ein Video dazu. Unseren geplanten sechs Foliengewächshäusern steht auch nichts mehr im Weg. Eine Genehmigung hat uns der Lenggrieser Gemeinderat erteilt. Drei davon werden wir im Frühjahr aufstellen, die weiteren drei folgen, sobald die Finanzierung es zulässt.

Alle Infos über die Gründung unserer Gärtnerei gibt es zum Nachlesen auf unserem Blog unter diesem Link.

Unterstützung

Wer sich am Aufbau unserer Gärtnerei beteiligen möchte, kann das in Form einer Mitgliedschaft in der Biotop Oberland eG tun. Es gibt dafür zwei Arten der Mitgliedschaft:

  • Mitglied mit Ernteanteil: Ihr könnt Anteile an der Genossenschaft erwerben und gegen einen monatlichen Beitrag einen wöchentlichen Ernteanteil beziehen.
  • Fördermitglied: Falls Ihr kein Gemüse braucht, euch aber trotzdem an der Genossenschaft beteiligen wollt, könnt Ihr Genossenschaftsanteile erwerben und somit zur Finanzierung einer eigenen Gärtnerei beitragen.

Von der Wiese zum Gemüseacker

Und weiter geht’s: Die 2,5 ha unserer zukünftigen Gärtnereifläche sind umgebrochen! Was jetzt noch eher nach Maisacker aussieht, wird schon im nächsten Frühjahr blühen und summen und nebenbei jede Menge Gemüse abwerfen.

Für den Umbruch haben wir gnadenlos gegen unsere eigenen Prinzipien verstoßen und gepflügt.  Wir haben nämlich die Erfahrung gemacht, dass die Alternativen um Wiese in Beete umzuwandeln auch nicht bodenschonender sind. Um dasselbe Ergebnis wie beim Pflügen zu bekommen, müssten wir einige Male mit der Fräse drüber fahren und bei jedem Mal wieder Diesel verheizen, Verdichtungen im Boden erzeugen und die Bodenstruktur „zerhacken“.

Das war dann aber auch das erste und letzte Mal, dass unser Boden einen Pflug zu Gesicht bekommen hat. Sind die Beete einmal angelegt wird konsequent auf minimale Bodenbearbeitung gesetzt. Lieber füttern wir die Regenwürmer, die machen den Job nämlich genau so gut.

 

Wir gründen unsere eigene Gärtnerei

Das Biotop Oberland zieht um. Unsere Genossenschaft versorgt nun bald 200 Haushalte mit frischem Biogemüse direkt aus der Region. Jetzt gründen wir die erste gemeinschaftsgetragene Gärtnerei im Isartal und starten bereits im Frühjahr 2018 mit dem Gemüseanbau in Lenggries.

Auch du kannst jetzt einen Ernteanteil beziehen oder uns als Fördermitglied unterstützen: www.biotop-oberland.de/mitmachen .

Ziel des Biotops ist der Aufbau einer unabhängigen, selbstverwalteten und gemeinwohlorientierten Versorgungsstruktur im Oberland. Dafür haben wir unsere Lebensmittelversorgung selbst in die Hand genommen und als ersten Schritt eine Versorgergemeinschaft für regionales Biogemüse in Form einer Genossenschaft gebildet. Wir überwinden die Trennung von Erzeuger und Verbraucher und übernehmen gemeinsam Verantwortung. Die Genoss/Innen finanzieren mit ihrem monatlichen Beitrag die Erzeugung von Biogemüse und gekommen dafür einen wöchentlichen Ernteanteil. Mit ihrem Genossenschaftsanteil sind sie direkt am Unternehmen beteiligt und werden in wichtige Entscheidungen miteingebunden.

Für den Aufbau der Versorgergemeinschaft wurden wir bisher von zwei befreundeten Gärtnereien – der Gärtnerei Holzmann in Bad Heilbrunn/Letten und Eva‘s Paradiesgarten in Waakirchen – unterstützt. Sie haben uns kleine Teilflächen ihrer Gärtnerei zur Verfügung gestellt und wir konnten ihre Maschinen stundenweise ausleihen und Räumlichkeiten nutzen.

Doch die Genossenschaft wächst stetig. Dadurch stoßen wir langsam an die Grenzen unserer derzeitigen Standorte: unser Packraum platzt aus allen Nähten, die Kühlung wird bald zu klein sein, die Anbauflächen werden knapp und die Bewirtschaftung von 2 Standorten bringt eine aufwendige Logistik mit sich. Dazu kommen kurze Pachtlaufzeiten, die langfristige Investitionen schwierig machen.

Es wird also Zeit für den nächsten Schritt: der Aufbau unserer eigenen gemeinschaftsgetragenen Gärtnerei. Ein Ort, an dem wir voll nach unseren Prinzipien wirtschaften können. Ein Ort für unsere Gemeinschaft, den wir zusammen gestalten und an dem wir uns treffen und austauschen können.

Mitte diesen Jahres haben wir von einem Landwirt aus Lenggries ein großzügiges Angebot bekommen:

  • Verpachtung von über 2 ha Land in Lenggries / Steinbach direkt neben dem Gemeinschaftsgarten „Lenggriesa Acker“, mit einer Pachtlaufzeit über mehr als 10 Jahre. Wir haben somit die Möglichkeit in langen Zeiträumen zu planen. Das ist entscheidend für eine nachhaltige Landbewirtschaftung (z.B. Humusaufbau), Investitionsentscheidungen und den Ausbau unseres Konzeptes (z.B. Obst, Kräuter, …).
  • Eine fantastische Lage mit gemüsebaufähigem Boden, der seit Jahrzehnten biologisch bewirtschaftet wird.
  • Wir können eigene Gewächshäuser errichten und uns so auch mit Gewächshausgemüse und Spezialkulturen versorgen.
  • Bau einer Wasch- und Aufbereitungshalle, sowie eines Erdkellers durch den Landwirt und langjährige Verpachtung an das Biotop. Die Kosten für das Gebäude werden über die monatliche Miete abbezahlt.
  • Die Ortsnähe zu Lenggries kommt uns sehr entgegen, da sich der Großteil unserer Mitglieder in Lenggries und Bad Tölz befinden.

Dies ist ein großer Schritt für unsere junge Genossenschaft. Am 22.07.2017 haben wir deshalb auf unserer ersten Generalversammlung über die Gründung unserer eigenen Gärtnerei in Lenggries abgestimmt. Das Ergebnis war eindeutig: alle anwesenden Genoss/Innen haben dafür gestimmt, es gab keine Enthaltungen oder Gegenstimmen.

Auch die Gemeinde Lenggries ist dem Vorhaben gegenüber positiv gestimmt. Der Gemeinderat hat an einem Termin vor Ort einen umfassenden Überblick über unsere Pläne bekommen und uns seine Unterstützung zugesichert.

Für die Gründung werden nun rund 230.000 Euro für eigene Geräte, Maschinen und Gewächshäuser benötigt. Als Genossenschaft möchten wir unabhängig sein. Daher möchten wir die Finanzierung des Vorhabens über die Genossenschaftseinlagen unserer Mitglieder stemmen und möglichst auf Kredite von Banken verzichten. Mittlerweile haben wir bereits die Hälfte des benötigten Kapitals aufgebracht. Die Summe reicht aus um schon ab dem Frühjahr 2018 mit dem Gemüseanbau in Lenggries beginnen zu können.

Um aber eine gemeinschaftsgetragene Gärtnerei mit Vorzeigecharakter etablieren zu können, brauchen wir noch weitere Mitglieder und Unterstützer. Wer sich an dem Aufbau beteiligen möchte, kann das in Form einer Mitgliedschaft in der Biotop Oberland eG. Es gibt dafür zwei Arten der Mitgliedschaft:

  • Mitglied mit Ernteanteil: du kannst Anteile an der Genossenschaft erwerben und gegen einen monatlichen Beitrag einen wöchentlichen Ernteanteil beziehen.
  • Fördermitglied: Falls du kein Gemüse brauchst, dich aber trotzdem an der Genossenschaft beteiligen willst, kannst du Genossenschaftsanteile erwerben und somit zur Finanzierung einer eigenen Gärtnerei beitragen.

Alle Details zur Anmeldung findest du unter: www.biotop-oberland.de/mitmachen

 

Was für ein schönes Fest!

Danke für dieses schöne Sommerfest!

Das Buffet war großartig, schön dass so viele Mitglieder mit kreativen Leckereien dazu beigetragen haben. Das Wetter war uns auch mal wieder hold und so konnten wir bei Sonnenschein die entspannte Stimmung bis weit in den Abend genießen.

Ein besonderer Dank auch an alle Helfer die uns beim Aufbau unterstützt haben und natürlich an Mountain Lake Vista, die den Abend am Lagerfeuer sehr passend musikalisch gestaltet hat.

Es ist unglaublich motivierend zu sehen wie sich unsere Gemeinschaft entwickelt und von Jahr zu Jahr ein wenig größer wird. Die gegenseitige Unterstützung, sei es in Form von
Aufbauhilfe, Buffetbeiträgen oder der Spendenkasse (alle Unkosten sind
gut gedeckt) ist toll und zeigt, dass es möglich ist gemeinsam etwas Besonders zu schaffen.

Wir freuen uns bereits jetzt auf das Sommerfest 2018, das dann aber eventuell wo anders statt findet…

Danke auch an Magnus Mayer (magnus.mayer@gmx.de) für die tollen Fotos:

 

Biotop Sommerfest 2017

–Update 13.07.2017–
Die Vorbereitungen sind in vollem Gange und wir freuen uns schon!

Das Wetter ziert sich zwar noch etwas, aber das Fest findet auf jeden Fall statt. Wir haben ein paar Zelte für den Notfall, und wenns frisch wird machen wir das Lagerfeuer einfach ein bisschen größer.

Wir empfehlen festes Schuhwerk, da das Fest in einer Wiese statt findet. Pakt noch eure Musikinstrumente für eine spätere Jam Session und ein paar warme Socken ein, dann wirds auf jeden Fall gemütlich.

Es gibt auch ein Kinderprogramm. Maria und Petra werden mit den Kindern unser
Biotop Gemüse in einem speziellem Ofen zubereiten und ihnen zeigen, was sich in der Natur so alles zum Basteln findet. Es gibt dafür keinen festen Zeitplan und es kann gut neben unserem Hauptprogramm laufen.

Bis Samstag!

Wir laden euch herzlich zu unserem diesjährigen Sommerfest ein. Die gemeinschaftsgetragene Landwirtschaft zählt mittlerweile 170 Mitglieder, die wöchentlich mit von der Genossenschaft selbst erzeugtem Biogemüse versorgt werden. Wer schon immer mal wissen wollte, wie das Biotop eigentlich genau funktioniert, sich mit den Mitgliedern unterhalten will oder das Gärtnereiteam kennen lernen möchte, kann einfach mal vorbei kommen und sich informieren.

Wann: 15. Juli 2017, 15 Uhr – open End
Wo: Hofgut Letten, Letten 1, 83670 Bad Heilbrunn

Bei einer Gärtnereiführung können die sprießenden Äcker des Biotops einmal aus der Nähe begutachtet werden und Fragen zu den Sorten, der Anbauplanung, den Anbautechniken etc. gestellt werden.

Wie jedes Jahr gibt es natürlich ein üppiges Buffet mit leckeren selbstgemachten Speisen, Kuchen und Snacks von den Mitgliedern des Biotops. Ein Grill steht bereit, zu späterer Stunde wird  dann noch ein Lagerfeuer angeheizt, hier wird das Stockbrot für die Kids natürlich nicht fehlen. Auch Nicht-Mitglieder dürfen gerne etwas zu dem Buffet beitragen. Je mehr Auswahl es gibt, desto besser.

Für ein Highlight sorgen dieses Jahr die Jungs von Mountain Lake Vista. Wer sie noch nicht kennt, sollte sich das nicht entgehen lassen. Die Akustik Band aus dem Oberland sorgt mit ihrem unverkennbaren und authentischem Style für die richtige Stimmung am Lagerfeuer.

Der Eintritt ist kostenlos. Da wir keine überdachte Fläche zur Verfügung haben, findet das Fest nur bei trockenem Wetter statt.

Der zeitliche Ablauf:

  • 15:00 Uhr – Ankommen
  • 15:30 Uhr – Begrüßung durch die Vorstände Sebastian und Nick
  • 16:00 Uhr – „Was macht das Biotop“ – kurze Vorstellung des Biotops für Interessierte
  • 17:00 Uhr – Gärtnereiführung
  • Ab 19:00 Uhr – Live Act “Mountain Lake Vista” – unplugged

Hier findet ihr ein paar Eindrücke von unserem Sommerfest letztes Jahr.

Mir gfrein uns auf euch!