Update vom Acker

Endlich kommen wir mal wieder dazu, ein kleines Update von unserer täglichen Arbeit zu posten.

Nachdem wir so gut wie alle Pflanzungen abgeschlossen haben, wächst und gedeiht unser Gemüse in Waakirchen und Letten prächtig. Die letzten Wochen waren wir damit beschäftigt, das Beikraut in Zaum zu halten und haben fleißig gehackt und gejätet, was an schönen Tagen dann schon mal zur Qual werden konnte. Aber die Mühen haben sich gelohnt. Wir freuen uns jeden Tag aufs Neue, wie gut das Gemüse aussieht und welche Mengen wir von unseren noch kleinen Flächen ernten können. Mit uns freuen sich natürlich unsere Mitglieder, welche momentan wöchentlich einen gut gefüllten und abwechslungsreichen Ernteanteil mit frischem Gemüse direkt aus dem Oberland bekommen.

Die nächsten Wochen stehen nun noch vereinzelt kleine Sätze für die Herbsternte an, wie z.B. Radicchio, Grünkohl, Chinakohl und einige Salate. Die stressige Phase haben wir dieses Jahr somit gut hinter uns gebracht. Ab jetzt geht es etwas ruhiger weiter, bis dann ab Oktober die großen Lagersätze geerntet und eingelagert werden können.

Hier gibt es Eindrücke vom Acker:

Für uns ist dieses Jahr besonders spannend, denn wir bauen zum ersten Mal sämtliches Freilandgemüse selber an. Auf Flächen welche wir als Biotop-Genossenschaft von der Gärtnerei Holzmann am Hofgut Letten und von Eva Vogel in Waakirchen pachten.

Besonders freut uns, dass wir unsere Entscheidung, auschließlich samenfeste Sorten (also keine F1-Hybriden) anzubauen, bisher nicht bereuen mussten. Ganz im Gegenteil: Wir haben unglaublich wenig Ausfälle bei den Salaten und auch die anderen Kulturen stehen sehr gut auf dem Acker, vom tollen Geschmack vieler Sorten ganz zu schweigen 🙂

So war unser Biotop Sommerfest

Was für ein schönes Fest! Bei trockenem Wetter und ab Nachmittag sogar bei Sonnenschein, konnten wir am vergangenen Samstag unser Sommerfest am Hofgut Letten abhalten.

Vielen lieben Dank an alle die da waren und zur wirklich sehr entspannten und freundlichen Atmosphäre beigetragen haben. Das Buffet war dank zahlreicher leckerer Mitbringsel reich bestückt und der Grill wurde mit frischem Biotop-Gemüse direkt vom Acker belegt.

Die Gärtnereiführung von Michi Holzmann hat ausführliche Einblicke in die Gärtnerei geliefert. Danach hat Aki Schwarzenberger unsere Besucher in die Geheimnisse der regionalen Kräuter eingeweiht.

Besonders gefreut hat uns auch, dass so viele Kinder dabei waren, die mit höchster Aufmerksamkeit das Indianerritual von Felix Levantin gestaltet und uns bis in den späten Abend mit Stockbrot vom Lagerfeuer versorgt haben. Als Höhepunkt hat dann auch noch unsere „Lamamist-Lieferantin“ Tina, von der Lama-Ranch in Wackersberg, spontan mit Ihren Tieren vorbeigeschaut.

Hier findet ihr ein paar Eindrücke:

Wir freuen uns jetzt schon aufs nächste Mal!

Wir haben noch Plätze frei!

Das Biotop wächst und gedeiht. Aktuell besteht unsere Genossenschaft aus 100 Haushalten, wovon 90 einen wöchentlichen Ernteanteil beziehen. Die restlichen Personen sind reine Fördermitglieder ohne Ernteanteil, welche aber unser Konzept ideell und finanziell unterstützen. Die Idee unserer Genossenschaft – uns selbst mit regionalen und biologischen Lebensmitteln zu versorgen, bei denen wir wissen wo sie herkommen und wie sie erzeugt wurden – stößt also offensichtlich auch hier im Oberland auf Interesse, was uns natürlich sehr freut.

Damit sich die Genossenschaft langfristig finanziell trägt, benötigen wir allerdings eine Mitgliederzahl von mindestens 150 Haushalten. Unser Ziel ist es, diese bis zum Jahresende zu erreichen. Ab 150 Haushalten ist es möglich, alle Teammitglieder für ihre Arbeit im Biotop auch zu entlohnen. Seit diesem Monat ist nur Sebastian über die Genossenschaft fest angestellt. Alle anderen Teammitglieder (Katerina, Julia, Nick und Matze) arbeiten noch ehrenamtlich und bekommen lediglich eine Aufwandsentschädigung.

Neben der Versorgung mit regionalen und saisonalen Lebensmitteln ist aber auch die faire Entlohnung der Mitarbeiter, welche die Erzeugung dieser Lebensmittel erst ermöglichen, eines unserer definierten Ziele.

Wir können und wollen also in dieser Saison noch mindestens 50 Haushalte aufnehmen!

Interessenten, welche in der Nähe einer aktuellen Verteilstation wohnen, können derzeit sofort beitreten. Darüber hinaus möchten wir auch unser Netz von Verteilstationen ausweiten. Dies ist aber erst ab einer größeren Anzahl von Interessenten in einem Gebiet sinnvoll.

Wir suchen dringend nach einer Verteilstation im Umkreis Jahnschule-Gymnasium-Bahnhof. Da sich unsere Kisten gut stapeln lassen, benötigen wir nicht viel Platz. Es sollte sich lediglich um ein sauberes, kühles und witterungsgeschütztes Plätzchen handeln, welches an Freitagen und Samstagen frei zugänglich ist.

Wir freuen uns über jegliche Hinweise und Ideen. Wie immer an info@biotop-oberland.de.

 

Wir haben Geburtstag.

Das Biotop wird nämlich 1 Jahr alt/jung!

Vor fast genau einem Jahr, um genau zu sein Ende April letzten Jahres, haben wir unsere aller ersten Ernteanteile ausgeliefert. Dem ging natürlich eine längere Planungsphase voraus: Bereits Ende 2014 hat sich das derzeitige Team, bestehend aus Katerina, Julia, Matze, Nick und Sebastian gebildet und damit begonnen die Idee des Biotops in die Realität umzusetzen.

Besonders spannend war für uns der erste Infoabend im März 2015, denn bis dahin konnten wir überhaupt nicht einschätzen, ob unsere Idee hier im Oberland auch auf Interesse stößt, oder ob wir an einem Luftschloss basteln. Der volle Gewölbekeller des Gasthauses mit fast 120 anwesenden Personen hat uns dann aber deutlich darin bestätigt, dass nicht nur wir der Meinung sind, dass sich an unseren Versorgungsstrukturen etwas ändern muss.

Im letzten Jahr nahm dann die Gründung der Genossenschaft viel Zeit und Energie in Anspruch. Auch die Organisation im Hintergrund, die Verwaltung von fast 100 Mitgliedern, steuerliche Aspekte und natürlich der erste eigene Gemüseanbau waren eine ganz schöne Herausforderung. Die Belastung war manchmal doch sehr groß, denn wir hatten ja – neben dem Biotop – alle noch einen anderen „Brotverdienst“. Das durchweg positive Feedback von allen Seiten war aber Motivation genug, weiter zu machen!

An dieser Stelle wollen wir auch den Inhabern unserer Verteilstationen einen großen Dank aussprechen. Ohne diese tolle (und kostenlose) Unterstützung wäre das Biotop in jetziger Form nicht möglich. Vielen Dank an das Reformhaus Lenggries, Biodelikat Bad Tölz, Regina’s Backhäusl, das Kloster Tutzing, die Gärtnerei Holzmann, den Kiga Arche Noah und die privaten Inhaber der Verteilstation Girlitzer Weiher!

Derzeit versorgen wir wöchentlich etwa 100 Haushalte mit frischem, saisonalem und regionalem Bio-Gemüse. Und wenn wir unser Ziel erreichen, bis zum Jahresende aus 150 Genossenschaftsmitgliedern zu bestehen, stehen wir endlich auch finanziell auf stabilen Beinen.

Wir blicken auf jeden Fall hochmotiviert und voller neuer Ideen in die Zukunft und sind gespannt, was sich aus der Idee Biotop noch entwickeln wird.

 

Der Frühling ist da!

Seit einigen Wochen können wir nach intensiver Planungen in den Wintermonaten  endlich wieder draußen arbeiten.

Anfang März ist mal ein ordentlicher Frühjahrsputz angestanden. Wir haben alles für die Saison vorbereitet und ein paar Reparaturarbeiten erledigt.

Aber auch auf dem Acker hat sich was getan. In den ersten Märzwochen haben wir schon jede Menge Lamamist von der Lamaranch ausgebracht und unsere Äcker vorbereitet. Dabei benutzen wir keinen Pflug, sondern arbeiten ausschließlich mit einem sogenannten Grubber.

Außerdem wurden die ersten Aussaaten (Paprikas, Zwiebeln, Steckzwiebeln und Rote Beete) vorbereitet.

Die warmen Temperaturen Ende März und der gut abgetrocknete Boden haben es uns dann ermöglicht voll loszulegen. Wir haben an unserem Standort in Waakirchen bereits Fenchel, Mairüben und jede Menge Steckzwiebeln gepflanzt. Nächste Woche folgen dann Kartoffeln und die ersten Sätze Spitzkohl.

 

Steine sammeln macht Spaß :)

Ostereier, Steine und jede Menge fleissige Helfer. Heute haben wir tatkräftige Unterstützung auf dem Acker bekommen. Danke an die Kinder vom Kindergarten Arche Noah und an die Maria für’s organisieren!

Wir waren ganz fleissig, haben die grössten Steine aus den Äckern rausgesammelt, dabei noch ein paar Ostereier gefunden, die Gewächshäuser angeschaut und die Kartoffellegemaschine bewundert.

Hier gibt es ein paar Eindrücke:

 

Gemüse mit Charakter

Sorten-sind-Kulturgut_Logo_RGB_RRZ_kleinDieses Motto der Bingenheimer Saatgut AG ist auch uns ein Anliegen, weshalb wir beim Biotop-eigenen Anbau in der kommenden Saison erstmals vollständig auf samenfeste Sorten setzen.

Möglich wird uns das dadurch, dass wir als Solidarische Landwirtschaft unser Gemüse nicht vermarkten und somit auch keinerlei Vermarktungsnormen erfüllen müssen.

Uns ist es egal ob die Gurke krumm, die Karotte zweibeinig oder die Zucchini etwas größer ist. Hauptsache die Innenqualität passt. Und da sind samenfeste Sorten ihren Hybrid-Verwandten oft – insbesondere in puncto Geschmack und wertvollen Inhaltstoffen – weit voraus.

Ein kurzes Erklärvideo zum Thema: Samenfeste Sorten vs. Hybridsorten – was ist der Unterschied?

 

Biotop Oberland trifft Lenggriesa Acker

Unter diesem Motto starten wir ab sofort eine Kooperation mit dem „Lenggriesa Acker“, einem Gemeinschaftsfeld am Ortsrand von Lenggries.

Die erste Veranstaltung in diesem Jahr findet dazu am Do. 14. Januar um 19:30 Uhr im Neuwirt in Lenggries statt.

Und für alle die selbst aktiv gärtnern wollen: Es gibt noch freie Parzellen zu vergeben.

Veranstaltung ansehen

 

Die Genossenschaft steht

Jetzt ist’s amtlich: Ab Januar 2016 werden wir offiziell als Genossenschaft fungieren.

Damit ist ein wichtiger Schritt geschafft, der uns in den letzten Monaten einiges an Zeit und Energie gekostet hat. Umso mehr freuen wir uns darauf, im kommenden Jahr endlich richtig loslegen zu können und uns voll dem weiteren Aufbau des Biotops zu widmen.

Vorweihnachtlicher Infoabend

Wann:  Mi. 16.12.15, 19 Uhr.
Wo:       Gasthaus Bad Tölz, Gewölbekeller (Bahnhofstraße 2)

Im Zuge der Genossenschaftsgründung veranstalten wir einen weiteren Info- und Austauschabend. Bei dieser Gelegenheit wird das Team vom Biotop das Projekt noch einmal allen Interessierten vorstellen und Fragen zum Genossenschaftsbeitritt beantworten.

Außerdem möchten wir den Abend nutzen, uns mit unseren Mitgliedern, welche uns schon seit der Testphase begleiten, auszutauschen, Wünsche und Kritik anzunehmen und gemeinsam Ideen zu spinnen, wie das zukünftige Biotop aussehen kann.

Der Abend ist für alle offen, es sind also auch Neuinteressenten, die bisher noch nicht im Biotop dabei waren, herzlich willkommen.

Wir freuen uns auf Euch!

 

Gemeinsame Kartoffelernte

Nach längerem nun mal wieder ein kleiner Blogeintrag zu unserer Kartoffelernte am vergangenen Samstag.

Zusammen mit vielen Helfern konnten wir gut eine halbe Tonne verschiedener Kartoffelsorten ernten, darunter nicht nur gelbe, sondern auch rote Kartoffeln. Der Winter kann also kommen 🙂

Spaß hat’s gemacht und wir freuen uns auf viele weitere Mitgärtnertage im nächsten Jahr!